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Tipps für den Urlaub mit Hund

Damit die schönste Zeit im Jahr für alle entspannt verläuft, veröffentlichen wir eine kleine Reihe rund um das Thema Urlaub mit dem Hund.

Teil 1. Vorbereitung

Gut vorbereitet sein heißt es, wenn man mit seinem Hund auf Reisen geht. Mit einer guten Vorplanung lassen sich so manche böse Überraschungen vermeiden. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Urlaubsunterkunft. Auch wenn dort Haustiere ausdrücklich erlaubt sind, sollten Halter von ausgesprochen großen Hunden vor dem Buchen nochmals auf den stattlichen Vierbeiner hinweisen. Denn Chihuahua oder Dogge – ein gewaltiger Unterschied.

Planen Sie ihre Reiseroute sorgfältig, damit Sie genügend Pausen einlegen können. Nicht nur für ihren Hund eine Wohltat, auch Sie selbst Reisen so wesentlich entspannter. Vor der Abfahrt sollte ihr Hund sich noch einmal richtig austoben können. So wird er die erste Zeit der Fahrt als willkommene Ruhephase betrachten. Das Lieblingsspielzeug sollte der Hund ebenso bei sich haben, wie frisches Wasser und ein Kauknochen. So kann er sich die Fahrt kurzweiliger gestalten.

Sicherlich planen Sie einige Ausflüge in ihrem Urlaub. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob ihr Hund auch überall ein gern gesehener Gast ist. Auch wenn Sie den Besuch von Freiluftanlagen einplanen, so ist nicht gewährleistet, dass Sie ihren Hund auch wirklich mitnehmen dürfen.

Auch wenn Sie ihren Urlaub in Deutschland verbringen, sollten Sie sich vorab über gesetzliche Besonderheiten in dem jeweiligen Bundesland informieren. Dies gilt natürlich ganz besonders bei einem Auslandsurlaub. Ein fehlender Maulkorb, oder das nicht Anleinen des Hundes kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Neben einer gut bestückten Reiseapotheke und dem Impfpass ihres Hundes, sollten Sie vor ihrem Urlaub eine Liste mit Tierärzten am Urlaubsort anfertigen. Denn bei einer ernsthaften Erkrankung oder Verletzung zählt unter Umständen jede Minute. Es heißt also – vorbereitet sein.

 

Teil 2. Ihr Hund im Auto

Damit ihr Hund sicher im Auto mitreisen kann, gilt es einiges zu beachten.

Der größte Teil der Hunde reist im Kofferraum eines Kombis oder vergleichbaren Autos mit. Je nach Größe des Hundes wird hierfür eine spezielle Transportbox im Kofferraum des Wagens untergebracht. Diese Box muss gut verankert sein und darf nicht verrutschen – auch bei Ausweichmanövern oder Vollbremsungen. Viele weiche Decken und Kissen bieten dem Hund nicht nur ein bequemes Lager während der Fahrt, sie dienen auch als Puffer wenn Sie einmal hart Bremsen müssen.

Wenn Sie den verbliebenen Laderaum des Kofferraums nutzen, beachten Sie bitte, dass die Seitenwände der Transportbox nicht komplett von dem Transportgut verdeckt werden. Die Luft muss noch ausreichend zirkulieren können. Im Kofferraum ist die Frischluftzufuhr ohnehin mehr als schlecht. Denn dort befinden sich in der Regel keine Luftauslässe der Belüftungsanlage des Wagens. Dies bedeutet, selbst wenn es im Fond des Autos durchaus angenehm temperiert ist, kann sich im Kofferraum bereits die Wärme stauen. Auf beiden Seiten der Rückbank leicht geöffnete Fenster können hier bereits für etwas Abhilfe sorgen.

Achten Sie beim Verstauen ihres Gepäcks darauf, dass während der Fahrt keine Gegenstände gegen die Transportbox fallen können. Ansonsten wird sich ihr Hund erschrecken und keine Möglichkeit haben zu flüchten.

Moderne Autos sind für eine bessere Rundumsicht des Fahrers mit großen Glasflächen ausgestattet. Was ihnen die Fahrt erleichtert, ist für ihren Hund weniger positiv. Durch die Glasflächen dringt ungehindert die Sonne ins Innere des Fahrzeugs. Deshalb ist es ein muss, dass die Glasflächen der Heckscheibe sowie der hinteren Seitenfenster mit einer Sonnenschutzfolie versehen werden. Dies bietet ihrem Hund Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.

Reist ihr Hund auf der Rückbank mit, den Vorschriften entsprechend gesichert, sollte direkter Zug von geöffneten Fenstern vermieden werden. Eine Bindehautentzündung ist dann oftmals die Folge. Wenn Sie die Klimaanlage ihres Wagens einschalten, so dürfen die Luftauslässe nicht direkt auf ihren Hund gerichtet sein. Erkrankungen der Atemwege sind dann nicht auszuschließen.

 

Teil 3. Die Reise-Apotheke für ihren Hund

Es passiert immer dann wenn man am wenigsten damit rechnet. Plötzlich ist der Hund krank oder er hat sich verletzt. Eine kleine Reise-Apotheke für ihren Hund ist in diesem Fall sehr hilfreich. Für kleinere Verletzungen sollten Sie ein Spray zur Hautdesinfektion sowie eine Wund- und Heilsalbe zur Hand haben. Um eine kleine Wunde zu säubern sprühen Sie etwas Hautdesinfektion auf eine sterile Kompresse und tupfen die Wunde vorsichtig ab. Wenn Sie den Verdacht haben das sich ein Fremdkörper in der Wunde befindet, sprühen Sie die Desinfektion direkt auf die Wunde um einen Fremdkörper durch das abtupfen nicht noch tiefer in das Gewebe zu drücken. Anschließend etwas Wund- und Heilsalbe auf eine Kompresse und die Wunde mit einer Mullbinde verbinden. Bei einer verletzten Pfote ist es praktisch über den Verband eine kleine Plastiktüte zu stülpen und am oberen Ende mit Rollenpflaster zu verschließen. So kann sich der Hund nicht zu schnell den Verband wieder entfernen.
Wenn ihr Hund „Luft leckt“ hat er Sodbrennen. Hier können Sie ihm Erleichterung verschaffen mit der Gabe von Heilerde. Heilerde kann auch bei Erbrechen und Durchfall gegeben werden.
Hustet ihr Hund so können Sie ihm mit Fenchelhonig helfen. Dieser wirkt gut gegen den Hustenreiz. Um das Abhusten zu ermöglichen können Sie ihrem Hund einen Hustensaft für Kleinkinder geben.
Generell gilt: Behandeln Sie unbekannte Symptome nicht allzu lange selbst. Es ist immer ratsam einen Tierarzt aufzusuchen. Damit Sie am Urlaubsort nicht lange nach einem Tierarzt suchen müssen, sollten Sie vor der Abfahrt eine Liste mit ortsansässigen Tierärzten anfertigen. Auch wenn Sie nicht ins Ausland reisen, sollte der Heimtierausweis immer dabei sein.
 

Nachfolgend die Liste für ihre kleine Reise-Apotheke:
Hautdesinfektion
Wund- und Heilsalbe
Sterile Kompressen
Mullbinde
Rollenpflaster
Kleine Plastiktüte
Heilerde
Fenchelhonig
Hustensaft für Kleinkinder

Fieberthermometer
Liste mit ortsansässigen Tierärzten

Heimtierausweis

 

 

Teil 4. Am Urlaubsort angekommen

Überprüfen Sie ihre Unterkunft ob diese auch hundesicher ist. Stromkabel, Elektrogeräte, Zimmerpflanzen, Putzmittel – all das kann ihrem Hund schnell zum Verhängnis werden. Gerade wenn Sie ihre eigene Wohnung, oder ich Haus, vorbildlich hundesicher gemacht haben, wird ihr Vierbeiner alles was er nicht kennt neugierig untersuchen.

Offen liegende Stromkabel können Sie schnell und einfach mit dafür vorgesehenen Kunststoffschläuchen sichern. Gegen das Verrutschen und Abziehen werden diese mit Kabelbinder gesichert.

Zierpflanzen sind oft giftig. Stellen Sie deshalb alle Zimmerpflanzen die sich auf dem Fußboden befinden auf einen Schrank.

Überprüfen Sie, ob sich in für ihren Hund zugänglichen Schränken Putzmittel befinden. Diese umgehend an einem sicheren Ort verwahren.

In Ferienunterkünften finden sich oftmals Mittel gegen lästige Insekten. Kontrollieren Sie sorgfältig, ob sich am Boden oder zugänglichen Schränken keine Insektenköder oder Insektenfallen befinden.

Sollte ihr Urlaubsdomizil einen eingezäunten Garten haben, stellen Sie sicher, dass der Zaun auch tatsächlich an allen Stellen ordentlich verschlossen ist.

 

Teil 5. Der erste Spaziergang im Urlaub

Vor ihrer Reise sollten Sie sich bereits über besondere Vorschriften bezüglich ihres Hundes informieren. Dies gilt insbesondere wenn Sie ihre Reise ins Ausland führt. Aber auch in Deutschland, können so manche Vorschriften von Bundeland zu Bundeland variieren. Stellen Sie vorab sicher, dass für ihren Hund keine Maulkorbpflicht besteht. Auch sollten Sie wissen, wo ihr Hund anzuleinen ist. Kotbeutel sollten bei jedem Spaziergang dabei sein - schon aus Rücksichtnahme auf andere Fußgänger. Fehlende Kotbeutel können aber auch durchaus zu einer Ermahnung, oder sogar einer Geldstrafe führen. In vielen beliebten Urlaubsorten werden durch die Ordnungsämter regelmäßige Kontrollen durchgeführt. Werden keine Kotbeutel mitgeführt, kann es also Ärger geben. Auch wird nicht in allen Bereichen auf die Leinenpflicht mit entsprechenden Schildern hingewiesen. Bei einer Kontrolle kann es also auch hier zu Unannehmlichkeiten kommen.

Bedenken Sie auch, dass Sie selbst ortsunkundig sind. Was sich genau hinter der nächsten Wegbiegung verbirgt ist also unklar. Bei den ersten Spaziergängen sollten Sie die nähere Umgebung genau erkunden, um Gefahrenquellen für ihren Hund rechtzeitig zu erkennen.

 

Teil 6. Ausflüge

Sicherlich planen Sie in ihrem Urlaub Ausflüge in die nähere Umgebung. Klären Sie vor der Reise, ob ihr Hund auch dort ein gern gesehener Gast ist. Auch wenn es sich um Freiluftanlagen handelt, so ist nicht immer damit zu rechnen, dass auch ihr Hund dort eingelassen, bzw. erlaubt ist. In Zeiten des Internet sind solche Recherchen relativ schnell und einfach zu erledigen. Sollten Sie auf den jeweiligen Seiten keine Hinweise bezüglich ihres Hundes finden, kann ein kurzes Telefonat die Sachlage schnell klären. Werden an bestimmten Ausflugszielen Betreuungsstellen für Hunde angeboten, sollten Sie sorgfältig überprüfen, ob ihr Hund dort auch in guten Händen ist. Nicht selten werden die Betreuungsstellen aus Kostengründen mit unausgebildetem Hilfspersonal besetzt. Auch sollten Sie sich vor Ort alles zeigen lassen. Haben Sie nur den geringsten Zweifel, überlassen Sie ihren Hund nicht seinem Schicksal. Denn ihr Hund ist ihnen an 365 Tagen im Jahr der beste Freund den man sich wünschen kann. Gefährden Sie nicht wegen ein paar Stunden Urlaubsspaß seine Gesundheit. 

 

Teil 7. Alles auf einen Blick

  1. Reisevorbereitungen:

Beim Buchen der Urlaubsunterkunft auf eventuell sehr große Hunde hinweisen.

Die Reiseroute so planen, dass genügend Pausen für Hund und Halter eingelegt werden können.

Abklären, ob der Hund zu jedem Ausflugsziel mitgenommen werden darf.

Bestehen bezüglich des Hundes besondere gesetzliche Vorgaben am Urlaubsort?

Reiseapotheke zusammenstellen.

Liste mit ortsansässigen Tierärzten anfertigen.

  1. Ihr Hund sicher im Auto:

Transportbox gegen das Verrutschen sichern.

Seitenwände der Transportbox nicht mit Gepäck verdecken.

Heck- und Seitenscheiben mit getönter Scheibenfolie versehen.

  1. Reiseapotheke:

Alles in eine separate Tasche packen, und immer griffbereit haben.

  1. Urlaubsunterkunft überprüfen:

Ist die Urlaubsunterkunft hundesicher? Gefährliche Gegenstände entfernen oder entsprechend sichern.

  1. Die ersten Spaziergänge:

Die ortsüblichen Vorgaben bezüglich des Hundes beachten.

Umgebung auf Gefahrenquellen erkunden.                            

  1. Ausflüge:

Vorsicht bei Betreuungsstellen.

petartstore.de wünscht Ihnen und ihrem Hund einen schönen Urlaub.

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