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Pflegetipps für den Hund

Die regelmäßige Pflege ihres Hundes hat nicht ausschließlich hygienische Gründe. Sie dient ebenso der Gesundheitsvorsorge. Denn Sie können schnell verdeckt liegende Verletzungen, Parasitenbefall und Veränderungen an Fell und Haut erkennen.

 

Unsere Pflegetipps sind allgemeiner Natur. Auf spezielle Pflegeanforderungen bestimmter Hunderassen können wir hier selbstverständlich nicht eingehen. Entsprechende Ratschläge erhalten Sie hier vom Züchter, einem Groomer (Hundefriseur) oder ihrem Tierarzt.

Bedenken Sie immer, dass jede Form der Pflege für ihren Hund zunächst etwas Unbekanntes ist. Gehen Sie also ganz entspannt und ruhig vor, und lassen Sie ihren Hund jedes Hilfsmittel das Sie für die Pflege benötigen ausgiebig beschnüffeln. So kommt erst überhaupt keine Angst auf. Und ein, oder zwei, Leckerchen sollten Sie immer zur Hand haben.

 

Die Ohren

 

Der wichtigste Hinweis für die Ohrenpflege: Wattestäbchen oder sonstige Fremdkörper haben im Hundeohr nichts verloren! Zum einen besteht eine enorme Verletzungsgefahr, zum anderen wird das Ohrsekret noch tiefer in den Gehörgang geschoben.

 

Zur Reinigung der Ohren bietet der Fachhandel spezielle Ohrenpflegelotionen an. Diese lösen zum einen hartnäckige Verkrustungen, zum anderen wirken Sie beruhigend bei leichten Rötungen oder Entzündungen. Diese Lotionen werden vorsichtig in das Hundeohr geträufelt und sanft einmassiert. Schüttelt der Hund anschließend den Kopf, wird gelöstes Ohrensekret herausgeschleudert.

 

Alternativ können Sie hierfür auch Kamillentee verwenden, den Sie hierfür in eine geeignete Flasche abfüllen.

 

Egal für welches Reinigungsmittel Sie sich entscheiden, wenige Tropfen genügen völlig. Wichtig ist das sofortige Massieren des Ohres. Auch muss das verwendete Mittel eine angenehme Temperatur haben.

 

Ist ihr Hund wenig begeistert von Flüssigkeiten in seinem Ohr, können Sie das Ohrensekret auch bei der abendlichen Kuschelstunde sanft nach oben massieren. Beginnen Sie hierbei unterhalb der fühlbaren Ohrmuschel und massieren Sie mit dem Finger in kreisenden Bewegungen nach oben.

 

Den äußeren Gehörgang können Sie leicht mit einem feuchten Mikrofasertuch reinigen. Hierbei auch vorsichtig durch kleinere Hautfalten reiben. Versuchen Sie niemals mit dem Finger tief in das Hundeohr einzudringen! Verletzungsgefahr!

 

Bei der oben beschriebenen Pflege der Ohren können Sie Rötungen und Verletzungen leicht erkennen und behandeln. Wie immer gilt wenn es um die Gesundheit ihres Hundes geht: Niemals zu lange selbst behandeln. Stellt sich nicht innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung ein, konsultieren Sie einen Tierarzt.

 

Pflegetipps für den Hund - 2

 

Die Augen

 

Die Augen von Hunderassen mit sehr großen Augen neigen zum Tränen. Bis zu einem gewissen Grad ist dies normal. Hier kann es passieren, dass die Tränenflüssigkeit auf Dauer das Fell um die Augen dunkel verfärbt.

 

Bei diesen Hunden ist es durchaus sinnvoll, dass Fell um die Augen mehrmals am Tag mit einem Mikrofasertuch vorsichtig trocken zu tupfen. Der Fachhandel bietet auch spezielle Reinigungslotionen für die Augenregion an. Bitte beachten Sie die besonderen Gebrauchsinformationen des jeweiligen Mittels.

 

Ein übermäßiges Tränen der Augen sollten Sie in jedem Fall von einem Tierarzt begutachten lassen.

 

Ausgeprägte Augenfalten sollten regelmäßig gereinigt werden. Hierzu können Sie ein feuchtes Mikrofasertuch verwenden. Zum Befeuchten genügt in der Regel klares Wasser. Sie können aber auch etwas Hunde-Shampoo in das Wasser geben. Ziehen Sie nun die Augenfalte vorsichtig nach unten und reiben sanft mit dem Mikrofasertuch durch die Falte. Wichtig! Trocknen Sie anschließend die Falte sorgfältig mit einem trockenen Mikrofasertuch. Ansonsten kann sich die nasse Falte leicht entzünden. Stellen Sie bei der Reinigung der Falte eine leichte Rötung der Haut fest, können Sie ein trockenes Mikrofasertuch mit etwas Babypuder versehen, und die Augenfalte vorsichtig damit betupfen. Die Rötung sollte innerhalb von 2 Tagen völlig verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, besuchen Sie einen Tierarzt.

 

Pflegetipps für den Hund - 3

 

Nase, Schnauze

 

Ist die Nase des Hundes etwas rau und spröde, tupfen Sie sich etwas Butter auf einen Finger und reiben vorsichtig über die Nase. Der Hund wird sich natürlich anschließend die Nase ausgiebig lecken. Hierdurch werden Verunreinigungen gelöst und entfernt.

 

Tiefe Nasenfalten bedürfen einer regelmäßigen Reinigung, denn hier können Feuchtigkeit und Futterreste leicht Entzündungen hervorrufen. Hierzu können Sie ein feuchtes Mikrofasertuch verwenden. Zum Befeuchten genügt in der Regel klares Wasser. Sie können aber auch etwas Hunde-Shampoo in das Wasser geben. Ziehen Sie nun die Nasenfalte vorsichtig nach unten und reiben sanft mit dem Mikrofasertuch durch die Falte. Wichtig! Trocknen Sie anschließend die Falte sorgfältig mit einem trockenen Mikrofasertuch. Ansonsten kann sich die nasse Falte leicht entzünden. Stellen Sie bei der Reinigung der Falte eine leichte Rötung der Haut fest, können Sie ein trockenes Mikrofasertuch mit etwas Babypuder versehen, und die Nasenfalte vorsichtig damit betupfen. Die Rötung sollte innerhalb von 2 Tagen völlig verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, besuchen Sie einen Tierarzt.

 

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Zähne, Gebiss

 

Die Zahnpflege können Sie getrost ihrem Hund überlassen. Natürlich müssen Sie dafür Sorge tragen, dass ihrem Hund ein dafür geeignetes Hilfsmittel zur Verfügung steht. Das Sortiment an Kauartikeln aller Art ist fast unüberschaubar. Sicherlich finden auch Sie ein passendes Produkt für ihren Hund. Wunder darf man selbstverständlich nicht erwarten. Ein Kauknochen kann leichte Beläge von den Zähnen entfernen – keinen Zahnstein. Dieser kann ausschließlich von einem Tierarzt sachgerecht entfernt werden.

 

Riecht ihr Hund unangenehm aus dem Maul, sollten Sie die Ursache dafür herausfinden. Mögliche Gründe können unteranderem sein:

 

Erkrankung eines Zahnes oder des Zahnfleisches:

Schauen Sie einmal pro Woche in das Maul ihres Hundes. So fallen ihnen Veränderungen schnell auf und Sie können umgehend reagieren.

 

Minderwertiges Futter das den Magen des Hundes ständig übersäuert:

Enthält ihr Hundefutter Zucker, künstliche Aroma- und Konservierungsstoffe und besteht zum größten Teil aus Getreide, sollten Sie sich ernsthafte Gedanken um die Ernährung ihres Hundes machen.

 

Erkrankung des Verdauungssystems:

Diese Erkrankungen treten leider immer öfter auf, und sind oftmals auf ein minderwertiges Hundefutter zurückzuführen.

 

In jedem Fall sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, der ihren Hund gründlich untersucht.

 

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Das Fell

 

Das Fell stellt für den Hund einen perfekten Schutz gegen äußere Einflüsse wie Nässe, Kälte, Hitze und Parasiten dar. Diese Schutzfunktion kann durch übertriebene, oder falsche Fellpflege leicht zerstört werden.

 

Lose Haare und leichte Verschmutzungen können einfach und bequem mit einem Fell-Striegel entfernt werden. Hier sollten Sie auf ein Qualitätsprodukt zurückgreifen. Minderwertige Striegel und Bürsten können das Fell nachhaltig schädigen.

 

Das Shampoonieren des Fells sollte in keinem Fall übertrieben werden und eher die Ausnahme bleiben. Verwenden Sie in jedem Fall ein spezielles Hunde-Shampoo das auf die besonderen Anforderungen des Hundefells abgestimmt ist.

 

Leicht anhaftender Schmutz kann auch mit einem feuchten Mikrofasertuch einfach entfernt werden.

 

Achten Sie bei der Fellpflege auf Fremdkörper und Parasiten im Fell. Auch kleinere Verletzungen der Haut können Sie bei der Fellpflege einfacher entdecken und behandeln.

 

Bei auffälligen Veränderungen des Fells oder der Haut sollten Sie wachsam sein. Können Sie die Symptome nicht auf ein bestimmtes Ereignis zurückführen, sollten Sie in jedem Fall einen Tierarzt konsultieren.

 

Pflegetipps für den Hund - 6

 

Die Pfoten

 

Besonders im Winter bedürfen die empfindlichen Hundepfoten einer regelmäßigen Pflege, denn Nässe und Streusalz greifen diese an. Im Fachhandel finden Sie spezielle Pflegesalben für die Hundepfoten. Ein guter Schutz vor Nässe und Salz bietet auch eine dünne Schicht Melkfett oder Vaseline die Sie vor dem Spaziergang auf die Pfoten auftragen. Sobald Sie wieder zuhause sind, die Pfoten mit einem feuchten Mikrofasertuch gründlich reinigen und anschließend sorgfältig abtrocknen.

 

Zu lang gewachsene Krallen müssen geschnitten werden. Verwenden Sie hierzu ausschließlich eine spezielle Krallenzange. Sollten Sie mit dem Kürzen der Krallen noch keine Erfahrung haben, lassen Sie es sich von einem erfahrenen Hundehalter, Groomer oder Tierarzt zeigen, um ihrem Hund keine Schmerzen zuzufügen.

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