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Kleiner Anarchist mit großem Herz – der Mops

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Kaum einer anderen Hunderasse werden so viele negative Eigenschaften nachgesagt wie dem Mops.

Allgemein gilt er als faul, übergewichtig, verfressen, unerziehbar, kurzatmig, unsportlich, dumm und chronisch krank. Zudem sagt man ihm nach, dass man ihn schon lange  röcheln und grunzen hören würde, noch bevor man ihn zu Gesicht bekommt. Einzig seine Qualitäten als Schoßhund älterer Damen sind unbestritten.

Vieles was man dem Mops unterstellt ist schlichtweg falsch. Andere Eigenschaften stellen sich bei näherer Betrachtung anders dar, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Mit einer kleinen Artikelserie über den Mops, möchte petartstore.de, Ihr Onlineshop für Hundezubehör, Katzenzubehör, Hundebedarf, Katzenbedarf, Katzenfutter und Hundefutter, den kleinen Anarchist mit dem großen Herz etwas näher vorstellen.

Die Wurzeln des Mops

Vermutlich stammt der Mops aus dem Kaiserreich China. Hier wurde er wohl aus doggenartigen Hunden herausgezüchtet. Ausschließlich die Kaiser genossen das Privileg den Mops besitzen und berühren zu dürfen. Aus diesem Grund nannte man ihn auch Kaiserhund. An das gemeine Volk wurden für die Weiterzucht nicht geeignete Exemplare teuer verkauft.

Wie er aus Asien letzten Endes den Weg nach Europa gefunden hat liegt im Dunkeln. Hierzu gibt es viele nette Geschichten und Anekdoten. Allen gemeinsam ist, dass sie nicht mehr überprüfbar sind.

Tatsache ist, dass es seit dem 15. Jahrhundert Nachweise seiner Existenz in Europa gibt. Ab dieser Zeit taucht er immer wieder in der Geschichte auf, wie in der italienischen Commedia dell´Arte oder dem Gemälde der Marquesa de Pontejos von Francisco de Goya. Unzählige Mops-Darstellungen zierten Münzen, Porzellan, Gemälde, Pfeifenköpfen und andere Luxusgüter. Es entstand ein wahrer Mops-Kult der so manch seltsam anmutende Blüten trieb. Freimaurer gründeten sogar einen geheimen Mops-Orden. Wo sich Könige, Fürsten, Adlige und reiche Bürger trafen, war auch der Mops. Der kleine Mann konnte sich den Mops nicht leisten. Seine große Beliebtheit bei den Reichen und Mächtigen hätte ihm beinahe die Existenz gekostet. Denn nach den Revolutionszeiten galt er als Inbegriff der Dekadenz. Selbst der große Sachbuchautor Alfred Edmund Brehm (1829–1884) war der Ansicht, dass es kein Verlust für die Welt wäre, würde der Mops von selbiger für immer verschwinden.

All dies führte dazu, dass um 1850 Queen Victoria nach einem Mops suchte, und in ganz England kein Exemplar mehr zu finden war. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war er so gut wie verschwunden. Das wir uns heute noch am Mops erfreuen dürfen ist Lord und Lady Willoughby und Mr. Morrison aus England zu verdanken. Mit Tieren aus Russland, Holland und später aus China gelang die erfolgreiche Wiederbelebung der Rasse.

 

 

 

Kleiner Anarchist  mit großem Herz - 2

Mops ist nicht gleich Mops

Spricht jemand vom Mops, so muss man heute fragen, von welchem die Rede ist. Denn Mops ist nicht mehr gleich Mops.

Da sind zum einen die nach den Standards des größten Hundeverbandes gezüchtet werden. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass dieser Verband Teile seiner Standards zum 13.10.2010 geändert hat. Denn es war nicht mehr zu vertreten, dass Hunde die nach den alten Standards gezüchtet wurden, unter enormen gesundheitlichen Problemen zu leiden hatten. Als das Kind, bzw. der Mops, dann im Brunnen lag, und alle Welt von Qualzucht sprach, wollte niemand an den ausufernden Auslegungen der Standards schuld gewesen sein. Tatsache ist jedoch, dass Hunde ohne erkennbaren Fang, hervorstehenden Augen und dicker Nasenfalte die den Nasenschwamm vollständig verdeckten, bei Ausstellungen mit Preisen überhäuft wurden. Das Röcheln und Grunzen der Hunde wurde beflissentlich überhört. Auch das so mancher Mops auf Grund von Sauerstoffmangel einfach umfiel war eher nebensächlich. Welpen-Käufern der Nachkommen dieser edlen Welt- und Europachampions redete man ein, der Mops sei von jeher nicht für körperliche Anstrengungen geeignet gewesen. Das Röcheln und Grunzen sei durchaus süß und etwas ganz besonderes. Man kann es auf einen Nenner bringen. Richterbewertungen von Menschen die ihre eigenen Unzulänglichkeiten mit besonders perfekten Hunden zu kompensieren versuchten, und die Aussicht auf besonders hohe Verkaufspreise für die Welpen waren der Grund für die Qualzuchten.

Gottlob gab es aber auch Züchter, die dem Treiben unsinniger Rassestandards nicht länger zusehen wollten. Es entstanden der altdeutsche Mops und der Retro-Mops.

Bei der Zucht des altdeutschen Mopses greift man auf Tiere zurück, die obwohl nach den alten Standards gezüchtet, über einen deutlich erkennbaren Fang inklusive frei liegender Nase sowie über normale Augen verfügen. Diese Form der Zucht ist relativ zeitintensiv, da bei jedem Wurf auch wieder Welpen dabei sein können, deren Fang zu kurz ist, oder die Augen stehen zu weit hervor.

Beim Retro-Mops wurden Pinscher,  und vor allen Dingen der Pointer-Terrier eingezüchtet. Letzteres führte auch zu der eher abwertend gemeinten Bezeichnung MoPo (Mops – Pointer-Terrier). Durch das einzüchten anderer Rassen waren schneller die gewünschten Erfolge sichtbar. Allerdings muss man auch hier immer damit rechnen, dass die alten Standards bei den Welpen wieder zu sehen sind. Der Retro-Mops wird von vielen nicht als Mops akzeptiert. Vielmehr handle es sich um einen Mops-Mix. Diesen Menschen sei gesagt, Retro-Möpse pfeifen auf ihre bornierte Meinung. Die Halter sehen es ebenso, und erfreuen sich an ihren kerngesunden Möpsen.

Allen gemeinsam ist das Erscheinungsbild. Eher klein und kompakt. Glattes, kurzes und weich-glänzendes Fell. Die Farben reichen von reinem schwarz über silbergrau bis zu verschiedenen Nuancen von beige bis apricot. Die Farbe der Gesichtsmaske, Stirnzeichnung, Muttermale an den Backen (Naeri), Ohren sowie der Aalstrich sind deutlich abgegrenzt und so schwarz wie möglich. Der Schwanz wird in Posthorn-Form auf dem Rücken getragen.

Das Gewicht von Standard-Mops und altdeutschem Mops liegt zwischen 6 und 8 Kilo. Retro-Möpse können, da etwas größer, auch schwerer sein.

Auch wenn die übertriebene Auslegung von Rassestandards dem Tier absolut schaden, so sei auch vor Querbett-Zuchten eindringlich gewarnt. Welpen aus solchen Zuchten können sich als Wundertüte erweisen. Meist kommt nichts Gutes dabei heraus und die Hunde sind wieder die Leidtragenden. Ob der Züchter einem seriösen Zuchtverband angehört, können Sie leicht überprüfen. Ein Besuch beim Züchter ermöglicht ihnen einen Blick auf die Zuchttiere. Völlig unverantwortlich ist der Kauf von Welpen, die aus dunklen Kanälen zu uns kommen. Auch wenn man Mitleid mit diesen Hunden hat, der Kauf eines solchen Tieres nutz ausschließlich der Tiermafia, und die hemmungslose Vermehrung kranker Tiere endet niemals.

Für welchen Mops man sich entscheidet, seriöse Zucht vorausgesetzt, ist letztlich egal. Sie bekommen in jedem Fall einen kleinen, gewitzten Vierbeiner mit ganz viel Charme und Esprit.

Und noch etwas haben alle gemeinsam. Sie Haaren – und das ganzjährig. So mancher Mops-Halter kann sich immer wieder nur wundern, dass der Hund nicht schon lange völlig kahl ist, bei den Massen an Haaren die er täglich verliert. Selbst bei penibler Sauberkeit im Haushalt, verbreiten sich die Mops-Haare schnell im ganzen Haus. Aber wer seinen Mops liebt, der nimmt das einfach in Kauf und passt seine Einrichtung und seine Kleidung der Farbe des Mopses an. Die Haare sind dann immer noch da, aber sie fallen nicht mehr so auf.

Etwas eindämmen kann man die Haar-Flut durch regelmäßiges Striegeln. Normale Fellbürsten hingegen sind völlig wirkungslos. Gewöhnen Sie also ihren Mops-Welpen schon sehr früh an den Striegel, denn Sie werden ihn oft brauchen. Hat der Mops verstanden dass der Striegel nichts Schlimmes für ihn darstellt, wird er die Fellpflege mit tiefen Seufzern genießen. Zum einen ist es für den Mops eine angenehme Massage, zum anderen pflegen sich Rudeltiere gegenseitig. Ihr Mops wird es als Anerkennung werten, wenn Sie als Rudelführer sein Fell pflegen. Sinnvoll ist auch das Beimischen von Lachsöl in das Mops-Futter.

 

Eine haarige Angelegenheit

Der Mops ist und bleibt eine haarige Angelegenheit, und das ist wörtlich zu verstehen. Der Mops haart ganzjährig. Zu Zeiten des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst kann das Haaren biblische Ausmaße annehmen. Tiere mit viel Unterwolle haaren enorm, solche mit weniger Unterwolle nicht ganz so schlimm.

Am meisten Unterwolle hat der Mops am Hals und Nacken, dies ist zuchttechnisch auch so gewollt. Denn diese Unterwolle verleiht dem Mops seinen typischen „Kragen“. Mops-Unkundige sehen in der dicken Nackenrolle oftmals ein Zeichen für Übergewicht. Natürlich hat der Mops im Nacken auch ein Fettdepot, überwiegend entsteht die Rolle jedoch durch die dichte Unterwolle. Bei Retro-Zuchten kann die Unterwolle am Hals und Nacken hin und wieder recht dünn ausfallen. Rein optisch verliert der Mops hier etwas von seinem eigentlichen Erscheinungsbild. Die Unterwolle hat selbstverständlich nicht nur optische Gründe. Sie hält kälte wie wärme von der Mops-Haut fern.

Auf einer Skala des Haarens von 0, haart nicht, bis 10, haart gigantisch, liegt der Mops bei 12. Dessen sollte sich jeder bewusst sein, der sich für einen Mops interessiert.

Das Haaren lässt sich nur etwas eindämmen, verhindern kann man es nicht. Sparen Sie sich ihr Geld für handelsübliche Fellbürsten und Billig-Striegel, denn sie sind wirkungslos. Im schlimmsten Fall schaden diese sogar dem Fell. Absolut empfehlenswert ist ein Qualitäts-Striegel. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 40 Euro, die mehr als gut angelegt sind. Ein guter Striegel entfernt das lose Haar aus dem Fell, ohne das selbige oder die Haut zu schädigen. Gestriegelt wird in kurzen, schnellen Zügen ohne Druck. Striegeln Sie nur die Oberseite des Mopses, nicht den empfindlichen Bauch. 2 bis 3-mal pro Woche können Sie ihren Mops Striegeln. Nach 10 Minuten sollten Sie fertig sein, denn auch wenn der Mops das Striegeln durchaus genießt, es warten eben noch andere wichtige Geschäfte auf ihn.

Damit das Striegeln für alle Beteiligten eine entspannte Sache ist, sollten Sie bereits ihren Welpen spielerisch an den Striegel gewöhnen. Legen Sie den Striegel zuerst ganz beiläufig auf den Boden und tun ganz unschuldig. Der neugierige Welpe wird den unbekannten Gegenstand ausgiebig untersuchen. Bleiben Sie in der Nähe und achten darauf, dass der Welpe nicht die Schutzkappe vom Kamm abzieht. An den Zinken könnte er sich verletzen und zukünftig den Striegel als ganz böse Sache betrachten. Streichen Sie mit dem Striegel 2 bis 3-mal leicht über den Rücken des Welpen und belohnen gleich mit einem Leckerchen. Diese kleine Übung wiederholen Sie täglich, und ihr Welpe verbindet den Striegel zukünftig mit etwas sehr positivem. Auch wird ihr junger Mops schnell bemerken, dass die Fellpflege für ihn eine angenehme Massage darstellt. Rudeltiere wie der Mops pflegen sich gegenseitig. Wenn Sie ihren Mops also Striegeln, wird er die Anerkennung seines Rudelführers durchaus genießen. Er wird sich wohlfühlen und diesen Zustand mit einem tiefen Seufzen unterstreichen.

Die Zugabe von Lachsöl in das Mops-Futter kann das Haaren auch etwas eindämmen.

Den geübten Mops-Mensch, sowie den Mops-Anfänger erkennt man auf den ersten Blick. Der Mops-Profi der einen beigen Mops hält, wird niemals auf den absurden Gedanken kommen, dunkle oder gar schwarze Kleidung zu tragen. Auch wurden dunkle Teppiche, Sofas, Stühle und andere dunkelfarbige Gegenstände aus der Wohnung entfernt, und durch der Mops-Farbe angepasste Accessoires ersetzt. Halter schwarzer Möpse machen es natürlich umgekehrt. Anfänger begehen den fatalen Fehler, und passen sich der Mops-Farbe nicht an. Sie werden aber sehr, sehr schnell lernen.

Ansonsten ist der Mops absolut pflegeleicht. Das Fell ist Wasser- und Schmutzabweisend. Ein Mops muss nicht gebadet werden, es sei denn, er hat sich das Fell gründlich bis auf die Haut verschmutzt. Benutzen Sie dann ausschließlich ein hochwertiges Hunde-Shampoo. Oberflächliche Verschmutzungen lassen sich einfach mit der Hand entfernen. Feuchten Schmutz trocknen lassen und mit der Hand abwischen.

Vor übertriebener Hygiene sei gewarnt! Der Mops hat mit seinem Fell einen perfekten Schutzschild gegen Nässe, Parasiten, Schmutz und Wärme. Regelmäßiges Baden zerstört diesen natürlichen Schutz.

Wo die Unsitte entstand, einen Mops zu Scheren ist unbekannt. Vergessen Sie bitte alle angeführten Argumente für das Scheren eines Mopses. Ein Mops wurde noch nie, wird nicht, und muss auch zukünftig nicht geschoren werden! 

In den Augen- und Nasenfalten können sich immer Schmutz und Futterreste ansammeln. Aus diesem Grund sollten die Augen- und Nasenfalten regelmäßig gereinigt werden. Nehmen Sie hierfür ein Microfasertuch und befeuchten es mit warmem Wasser. Mit dem Tuch die Falten vorsichtig reinigen. Anschließend mit einem trockenen Microfasertuch die Falten gut abtrocknen, ansonsten kann sich die Haut entzünden. Wenn Sie die Augen- und Nasenfalten einmal pro Woche reinigen ist dies völlig ausreichend. Sollten Sie beim reinigen der Falten eine leichte Rötung der Haut feststellen, können Sie die Stelle mit Babypuder betupfen. Ist die Rötung nicht nach 3 bis 4 Tagen völlig verschwunden, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen.

Die Mops-Nase kann hin und wieder etwas trocken werden. Sie ist dann rau und sieht etwas schorfig aus. Tupfen Sie sich etwas Butter oder Margarine auf den Finger und reiben die Nase vorsichtig damit ein. Der Mops wird sich anschließend so oft die Nase lecken, dass sie ganz schnell wieder wie neu aussieht.

 

Ein Spezialist der sein Handwerk versteht

Der Mops wurde von jeher zu dem Zweck gezüchtet, dem Mensch Gesellschaft zu leisten. Und diese Aufgabe beherrscht er perfekt.

Der zu den Gesellschafts- und Begleithunden zählende Mops ist überall dort, wo seine Menschen sind. Und alles was seine Menschen machen, macht der Mops auch. Diese Charaktereigenschaft kann sich durchaus negativ auf den Mops auswirken. Denn ist sein Herrchen oder Frauchen eher bewegungsfaul und verbringt den Tag am liebsten gemütlich auf dem Sofa, wird es der Mops ebenso tun. Diesen eher bequemen Zeitgenossen die der Ansicht sind, ein kleiner Hund wie der Mops braucht keinen nennenswerten Auslauf,  verdankt der Mops seinen Ruf als unsportlicher Couch-Potato. Doch damit tut man dem eigentlich quirligen und bewegungsfreudigen Vierbeiner unrecht. Er passt sich nur seinem Mensch an, und stellt dabei seine eigenen Bedürfnisse hinten an.

Der gleiche Schlag Menschen ist es auch, die den Mops ständig mit allerlei Leckereien verwöhnen bis er dick, rund und unbeweglich geworden ist. An Zuneigung mangelt es diesen Hund sicherlich nicht, alles andere was der Mops braucht kommt aber zu kurz. Wer sein Leben als Schoßhund auf dem Sofa fristen muss, und hemmungslos überfüttert wird, vermittelt leider den Eindruck eines verfressenen Faulenzers der obendrein noch recht dämlich ist. In Wahrheit erfüllt er nur seine Aufgabe als Gesellschaftshund, und wird dafür bitter bestraft.

Gesellschafts- und Begleithund bedeutet also bei weitem nicht, dass diese Hunde ein Leben der Untätigkeit führen möchten. Es besagt nur, und dessen sollte sich jeder der sich für einen Mops interessiert bewusst sein, dass der Mops immer und überall bei seinen Menschen sein möchte. Sobald der Mops in ihrem Zuhause eingezogen ist, haben Sie einen Schatten der ihnen folgt, und das 24 Stunden am Tag.

So wie ein für die Jagd gezüchteter Hund suchen und stöbern möchte, so will der Mops ihnen Gesellschaft leisten und bei ihnen sein. Dies dürfen Sie ihm nicht verwehren. Der Mops braucht den Kontakt zu seinen Menschen, am liebsten ganz, ganz nah. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie ihren Mops ständig auf dem Schoß haben müssen. Aber erkennt der Mops eine günstige Gelegenheit sich an Sie zu schmiegen, dann wird er es auch tun. Der Mops ist hierbei sehr anpassungsfähig, sprich ihm genügt der kleinste Platz, auf oder neben ihnen, um bei ihnen zu sein. Ausgesprochene Mops-Menschen können es sich auch nicht mehr vorstellen, ohne ihren Mops die Zeitung zu lesen oder fernzusehen. Kurzum, seinen Ruf als Kampfschmuser hat der Mops zu Recht.

Der Mops nimmt seine Aufgaben sehr ernst und macht niemals Feierabend. Ist es an der Zeit zu Bett zu gehen, wird ihr Mops Sie auch hier begleiten wollen. Bei diesem Thema streiten sich die Geister. Entscheiden Sie einfach selbst, ob ihr Mops mit ins Bett darf oder nicht. Schließlich verbrachten die Menschen seit jeher die Nacht bei ihren Tieren. So fernab jeder Normalität ist es also nicht. Es ist aber auch in Ordnung, wenn Sie den Mops nicht in ihrem Bett haben möchten. In ihr Schlafzimmer sollten Sie ihn aber auf jeden Fall lassen. Der Mops ist kein Hund der die Nacht alleine in einem anderen Zimmer verbringen möchte. Denken Sie daran, er will immer bei ihnen sein!

Ebenso wenig möchte der Mops stundelang alleine gelassen werden. 3 bis 4 Stunden sind problemlos machbar, aber bitte nicht täglich. Der Mops ist so ein umgänglicher und friedlicher Zeitgenosse, dass Sie ihn fast überall mit hinnehmen können.

Wer also einen Hund möchte mit dem er sein Leben teilen kann, der Nähe geben und annehmen kann, der wird mit einem Mops sehr glücklich werden.

 

Der Mops und die Menschen

Der Mops liebt Menschen, ganz besonders haben es ihm Kinder angetan. Freudig wird jeder, auch unbekannte, Besucher begrüßt. Wachhund-Qualitäten kann man ihm daher nicht unterstellen. Eher würde er einem Eindringling noch nett und freundlich einen Platz anbieten. Der Grund dafür ist relativ einfach. Die Bestimmung des Mopses war schon immer, dem Mensch Gesellschaft zu leisten. Zur Zucht kamen also immer die Tiere, die dem Menschen besonders freundlich gesonnen waren. Und da der Mops sein Handwerk bestens versteht, begegnet er den Menschen freudig und freundlich.

Die Begeisterung wenn es darum geht, Menschen zu begrüßen kann aber auch unerfreuliche Ausmaße annehmen. Hier sollten Sie bereits bei den ersten Anzeichen sofort reagieren. Die Grundregel, Besucher sollen den Hund zunächst ignorieren damit er sich wieder beruhig und in Zukunft nicht mehr allzu stürmisch daher kommt, fruchtet beim Mops nicht immer. Je nach Tier spielen sich immer wieder dieselben Szenen ab. Der Besucher kann kaum einen Schritt tun, ohne über den vor Begeisterung völlig aus dem Häuschen herumspringenden Mops zu fallen. Dieses Verhalten sollten Sie keineswegs tolerieren. Klingelt es an der Tür, und der Mops will in bloße Aufregung verfallen, stoppen Sie ihn umgehend. Wirken Sie beruhigend auf ihn ein und lenken ihn mit etwas anderem ab. Aber Vorsicht! So mancher Mops erweckt den Eindruck, er sei nun völlig gelassen, um dann wie von der Tarantel gestochen davon zu flitzen. In diesem Fall müssen Sie ihn zurückholen und die Prozedur wiederholen. Am besten trainieren Sie das Ganze mit ihren Freunden und Bekannten die dann eingeweiht sind. Sie brauchen viel Geduld, aber es wird sich auf Dauer auszahlen.

Auch bei Begegnungen mit fremden Kindern ist Vorsicht geboten. Der Mops liebt Kinder und möchte diese freudig begrüßen. Man kann es einem Kleinkind nicht verdenken, das es laut schreit und weint, wenn es urplötzlich von einem Mops angesprungen wird. Sie wissen natürlich das es ihr Mops nur freundlich meint, dass Kind und dessen Eltern wissen es aber nicht. Um jeglichen Ärger zu vermeiden, sollten Sie ihren Mops anleinen sobald Kinder in Sicht kommen.

Findet ein Mops einen Menschen besonders sympathisch, dann zeigt er dies auch sehr deutlich. Er sucht immer wieder seine Nähe um ihm dann zu signalisieren, dass er ein Plätzchen auf seinem Schoß durchaus gerne annehmen würde. Lassen Sie es die betreffende Person entscheiden ob sie es möchte. Der Mops wird es in jedem Fall in vollen Zügen genießen.

Der Mops hat ein sehr feines Gespür für die Gemütslage seiner, ihm vertrauten Menschen. Noch bevor Sie sich richtig krank fühlen, hat es der Mops schon bemerkt und sucht auffallend ihre Nähe um ihnen beizustehen. Auch wenn Sie sich über etwas ärgern müssen, ist gleich der Mops zur Stelle um nach dem Rechten zu sehen. Sind Sie niedergeschlagen spendet ihnen der Mops Trost.

Ebenfalls sehr sensible Antennen hat der Mops, wenn er der Grund für ihren Ärger ist. An dieser Stelle eine besondere Bitte an alle Mops-Unerfahrenen. Generell können Hunde eine Reaktion auf ihr Verhalten nur richtig zuordnen, wenn diese sofort erfolgt. Ein Hund macht sich am Mülleimer zu schaffen, Sie sagen umgehend nein. Hier bringt er das Verbot mit dem Mülleimer in Verbindung. Kommen Sie hingegen nach Hause und ihr Hund hat bereits den gesamten Inhalt des Mülleimers in der ganzen Wohnung verteilt, bleibt ihnen nur das Beseitigen der Bescherung. Jede Form der Bestrafung, jedes böse Wort ist völlig überflüssig. Denn der Hund kann ihre Verärgerung nicht mit seiner Tat in Verbindung bringen. Werden Hunde für eine vergangene Aktion bestraft, sprich, sie verstehen nicht warum sie bestraft werden, so ist das für die Hundeseele schlimm. Für den Menschenfreund Mops ist es eine Katastrophe. Spürt er ihren Ärger auf ihn, ohne verstehen zu können was ihren Unmut ausgelöst hat, gerät der Mops in allergrößte Seelennot. Tun Sie dies der Mops-Seele nicht an. Denn er würde es ihnen auch niemals antun. 

Einerseits ist der Mops sehr sensible und einfühlsam. Andererseits fehlt ihm jedes Gespür für Gefahr, wenn er auf Menschen trifft, die ihm nicht wohlgesonnen sind. Denn in der Mops-Welt ist jeder Mensch ein guter Mensch. Hier haben Sie eine besondere Aufsichtspflicht für ihren Mops. Signalisiert ihnen ein Fremder, dass er ihren Mops überhaupt nicht mag, halten Sie ihn an der kurzen Leine bevor er sich einen schmerzhaften Tritt einfängt. Selbst Möpse die bereits sehr unschöne Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, gehen immer wieder freundlich und offen auf Fremde zu. So ist nun einmal der Mops-Charakter.

Kurzum, der Mops braucht den nahen Kontakt zu seinen Menschen. Hierfür muss immer wieder Zeit sein. Dabei genügt es dem Mops schon, wenn er auf ihrem Schoß liegen darf während Sie dabei etwas anderes tun. Wird er dann ab und zu kurz gekrault, fühlt er sich wohl und quittiert dies mit dem unnachahmlichen Mops-Seufzer. Mit diesem tiefen und wohligen Seufzen sagt der Mops: meine Welt ist in vollkommender Ordnung und ich fühle mich wohl bei meinem Mensch.

Die Liebe die ihnen ihr Mops schenkt, ist etwas ganz besonders. Für ihren Mops sind Sie mehr als nur ein Dosenöffner für das begehrte Futter. Sie sind der Mittelpunkt seiner Welt. Dessen müssen Sie sich klar sein. Enttäuschen Sie den kleinen Menschenfreund nicht. Denn wenn er trotz all seiner Bemühungen keine Liebe und Zuneigung bekommt, leidet er enorm. Seine Welt bricht zusammen, wenn er wie ein unliebsamer Gegenstand ins Tierheim abgeschoben wird. Deshalb müssen Sie sich zum Wohle des Hundes vorab über die Konsequenzen klar sein. Haben Sie auch nur den leisesten Zweifel an ihrer Eignung als Mops-Halter, dürfen Sie sich auf keinen Fall einen Mops nach Hause holen.

 

Aktiver Hobbysportler

Leider wurde der Mops über Jahre ausschließlich mit Blick auf überzogene Rasse-Standards gezüchtet. Die Folgen sind hinlänglich bekannt. Kurzatmige, nicht leistungsfähige Hunde die bei der geringsten Anstrengung Röcheln, Grunzen und im schlimmsten Fall zusammenbrechen. Auch wenn unbelehrbare Züchter niemals Müde wurden zu behaupten, ein Mops sei niemals für körperliche Anstrengungen geeignet gewesen, so ist diese Aussage schlichtweg falsch. Auch wenn der Mops mit vielen, für Hunde eher untypischen Verhaltensweisen daherkommt, so ist und bleibt er doch ein Hund. Hunde möchten Spielen, Rennen und Toben; auch der Mops. Kommt der Mops aus einer verantwortungsvollen Zucht, dann kann er das auch ohne Probleme.

Die nun folgenden Aussagen bezüglich der Leistungsfähigkeit eines Mopses, beziehen sich natürlich nur auf Tiere, die nicht an zuchtbedingten Einschränkungen leiden.

Der Mops kann alles, was ein durchschnittlich sportlicher Mensch auch kann. Er liebt ausgiebige Spaziergänge und erkundet hierbei neugierig seine Umwelt. Für Menschen die täglich mit einem Hund Joggen möchten, ist der Mops natürlich nicht geeignet. Das sind andere Kleinrassen aber auch nicht.

An dieser Stelle sei davor gewarnt den Mops zu überfordern. Denn sein Wunsch seinem Mensch zu gefallen und ihm zu folgen, kann gefährlich für den Hund werden. Er wird ihnen nicht zeigen dass er eigentlich erschöpft ist, sondern ihnen so lange folgen bis er zusammenbricht. Sie haben also eine besondere Fürsorgepflicht für ihren Mops.

Ein 90 minütiger Spaziergang bei normalen Temperaturen ist für einen gesunden Mops überhaupt kein Problem. Sind Sie länger mit ihm unterwegs, gönnen Sie ihm regelmäßige Verschnaufpausen. Auch auf kleinen Wandertouren kann Sie ihr Mops problemlos begleiten. Hier können Sie ihn hin und wieder ein Stück auf dem Arm tragen. Als Faustregel gilt: Der Mops ist eher ein kleiner Sprinter als ein ausgesprochener Ausdauerathlet. Wussten Sie, dass ein Mops die 50 Meter ganz leicht unter 6 Sekunden sprinten kann?! 

Gewähren Sie ihm ungestörte Erholungsphasen, dies müssen auch Kinder akzeptieren. Auch wenn der Mops einer wilden Spielrunde niemals abgeneigt ist, so muss er hin und wieder verschnaufen können.

Wer einen kleinen, aktiven Hund möchte, und selbst kein Interesse an Gewaltmärschen und sportlichen Höchstleistungen hat, der ist mit einem Mops bestens bedient.

 

Der Mops im Umgang mit anderen Tieren

In der Gedankenwelt eines Mopses scheint es nichts Böses zu geben. So unbefangen, freundlich und offen er auf Menschen zugeht, so hält er es auch mit anderen Tieren.

Der Mops verträgt sich hervorragend mit anderen Haustieren, ob Hund, Katze oder Maus. Natürlich müssen Sie den ersten Kontakt zu einem neuen Mitbewohner etwas überwachen. Es kann schnell zu einem Missverständnis zwischen den Tieren kommen, weil jede Art anders kommuniziert.

Der Mops ist nicht bemüht sein Revier oder sein Eigentum zu verteidigen. Er ist an einem friedlichen Miteinander interessiert und teilt auch gerne sein Körbchen mit einer schnurrenden Katze.

Auch Eifersucht scheint ihm fremd zu sein. Beschäftigen Sie sich mit einem anderen Haustier, wird er nicht eifersüchtig reagieren. Gleichwohl wird er sich zeigen, ganz nach dem Motto: Hallo, ich bin auch hier!

Trifft ihr Mops auf ihm unbekannte Hunde, ist etwas Vorsicht angezeigt. Seine zuweilen ungestüme und offene Art auf andere Hunde zuzugehen, versteht nicht jeder Artgenosse. Diese fühlen sich wohl etwas allzu sehr von dem fremden Mops bedrängt und können zunächst ablehnend reagieren. In einem solchen Fall fehlen dem Mops einfach die notwendigen Antennen. Er zieht sich dann nicht zurück, sondern versucht weiter einen Kontakt herzustellen. Hier kann es durchaus zu unschönen Reaktionen des anderen Hundes kommen. Also halten Sie in diesem Fall ihren Mops etwas zurück.

Auffällig ist ein gewisses Kontaktproblem zwischen, nennen wir sie Lang- und Kurznasen. Denn treffen sich zwei Molosser, verläuft der erste Kontakt wesentlich unkomplizierter und harmonischer. Hunde mit langer Schnauze wie Schäferhund oder Labrador, haben wohl ein Erkennungsproblem bei einem Molosser, sieht er doch so ganz anders aus als andere Hunde. Gleichwohl riecht er wie ein Hund. Das schafft natürlich Verwirrung. Dies ist nur ein Erklärungsversuch, keine gesicherte Erkenntnis.       

Haben Sie bereits Haustiere, wird sich ein Mops recht problemlos in ihre Familie einfügen. Ebenso unproblematisch ist der Mops, wenn die tierische Familie Zuwachs bekommt. Er ist und bleibt eben ein freundlicher Zeitgenosse.

 

Legerer Typ mit anarchistischem Weltbild

Der Versuch den Charakter eines Mopses passend zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Erfahrene Mops-Menschen erkennen auch ihren Mops in den Beschreibungen wieder. Mops-Unerfahrene bekommen hingegen oftmals den Eindruck, der Mops sei eine kleine, unerziehbare Nervensäge. Dem ist nicht so. Ein Mops ist weder dumm, stur noch unerziehbar.

Dem Thema der angeblichen Unerziehbarkeit eines Mopses widmen wir uns in einem anderen Teil unserer Artikelserie über den Mops. Nur so viel vorab: Der Mops ist erziehbar. Um verstehen zu können, warum sich viele bei der Erziehung ihres Mopses schwer tun, muss man zunächst seinen Charakter beschreiben.

Beim Versuch den Mops-Charakter zu beschreiben läuft man Gefahr, den liebenswerten Vierbeiner in ein falsches Licht zu rücken. Denn es fehlen immer die passenden Worte. Aus diesem Grund möchten wir den Mops bildlich umschreiben.

Stellen Sie sich zwei Zwillingsbrüder vor. Der eine träumt vom Soldatenleben, dass ihm Halt und Orientierung gibt. Der andere kann so einem Leben nichts abgewinnen, denn er fühlt sich mit seinem Leben wohl. Dennoch sind die Eltern der Ansicht, dass auch ihm das Soldat-Sein gut tun würde, und er muss seinen Bruder begleiten. In der Kaserne angekommen erhalten beide ihre Uniform. Am nächsten Morgen ist Appell. Der eine ist perfekt gekleidet. Alles sitzt wie es sein muss, die Haare akkurat gekämmt und frisch rasiert. In den polierten Schuhen kann man sich spiegeln. Voller freudiger Erwartung sieht er den Befehlen des Tages entgegen. Sein Bruder neben ihm vermittelt in keinster Weise diese Freude, ganz im Gegenteil. Denn er wüsste schon etwas Sinnvolles mit dem Tag anzufangen, und er braucht schon überhaupt niemand der ihm etwas befiehlt. An einem gleichberechtigten Miteinander ist er wesentlich mehr interessiert als an Befehlen und Gehorchen. Seine innere Haltung spiegelt sich in seinem Äußeren wider. Bei der ganzen Hektik am frühen Morgen, hat er für ihn unwichtige Sachen wie Socken weggelassen. Das Hemd schnell in die Hose gesteckt, mehr schlecht als recht, die Haare mit der Hand gerichtet und unrasiert steht er nun neben seinem Bruder. Sie ahnen es bereits, hier steht der Mops! Er sollte zum Morgen-Appell antreten – hier ist er. Auf die Frage des Feldwebels, warum er im Vergleich zu seinem Bruder so schlampig daherkommt würde er antworten: Ich weiß überhaupt nicht was Sie wollen guter Mann. Ich trage Hemd, Hose und Schuhe. Meine Haare sind nicht ungekämmt, das ist mein ganz eigenes Styling. Ich nenne das nicht unrasiert, sondern Drei-Tage-Bart. Noch Fragen der Herr?!

Der Mops ist nicht dickköpfiger als andere Hunde auch. Er ist auch nicht dumm, er kann alles lernen wie seine Artgenossen. Der Unterschied liegt in der Ausführung des Erlernten. Verlangen Sie von ihrem Mops ein „Sitz“, kann es durchaus passieren, dass er recht widerwillig sein Hinterteil 2-3 Zentimeter Richtung Boden senkt, um dann gleich wieder aufrecht zu Stehen. Für den Mops war das an dieser Stelle ein perfektes „Sitz“, denn eigentlich will er ja nicht sitzen. Mit dem „Fuß“ gehen ist es ebenfalls so. Ein bisschen weiter nach vorne, oder nach hinten, für den Mops macht das keinen Unterschied. Denn so in etwa passt die Sache doch. Geht es um Verbote, vergewissert sich der Mops gerne in regelmäßigen Abständen, ob das Verbot immer noch Gültigkeit hat. Hätte doch sein können, dass Sie ihre Meinung geändert haben!

Der Mops lässt sich ungerne bei wichtigen Unternehmungen stören. Er empfindet es schon als ganz schön nervig von ihnen, dass Sie ihm ständig dazwischen Reden, wenn er mit ihrem Hausschuh beschäftigt ist. Sobald er damit fertig ist, nimmt er sich gerne Zeit für Sie. Ihm den Hausschuh dann wegzunehmen ist der Gipfel der Frechheit, und der Mops protestiert energisch.

Den gleichen Protest ernten alle, die es wagen ihn in seiner Ruhe, oder seinen Gewohnheiten zu stören. Schließlich muss sich ein vitaler Mops hin und wieder ausruhen, und er hat überhaupt kein Verständnis für laut knatternde Fahrzeuge die ihn aufwecken. Völlig absurd ist es für den Mops, dass auf seiner Straße plötzlich ein Auto steht. An einer Stelle, wo noch nie zuvor ein Auto stand. Was soll das?! Was will der hier!? Warum kann nicht alles so bleiben, wie es bisher war!? Denn so war es gut und richtig, man muss nichts ändern! Aus diesem Grund fühlt sich der Mops genötigt mit eindringlichem Pöbeln dem Auto klar zu machen, dass es zu verschwinden hat – aber plötzlich!

Wer sich einen Hund wünscht, der jedes Kommando auf den Punkt genau ausführt, der wird mit dem Mops nur wenig Freude haben. Er ist und bleibt ein legerer Typ mit anarchistischem Weltbild – und das meinen wir durchweg positiv!    

 

Erziehung

Landläufig gilt der Mops als unerziehbar. Das ist falsch. Einen Mops kann man durchaus erziehen, denn er ist weder dumm noch lernunwillig. Ein Mops kann alles lernen wie andere seiner Artgenossen auch. Nur bei der Umsetzung der jeweiligen Kommandos gibt es Unterschiede.

Dass es so viele, augenscheinlich unerzogene Möpse gibt liegt nicht am Mops, sondern am Mensch. Denn für viele muss er ein Kind, einen Partner oder beides zusammen ersetzen. Und selbst wenn er für den Mensch weder Kind- noch Partnerersatz darstellt, wird die Liebe zum Mops in falsche Bahnen gelenkt. Dies mag zum einen an seinem Aussehen liegen. Denn selbst wenn der Mops rundherum glücklich und zufrieden ist, vermittelt sein Anblick den Eindruck, als müsse er die ganze Ungerechtigkeit dieser Welt auf seinen kleinen Schultern tragen. Seine herzliche und anschmiegsame Art bieten ebenfalls keinen Anreiz den Mops zu erziehen.

Erzieht man den Mops nicht, so tut man ihm nichts Gutes. Wie jeder andere Hund auch, braucht er Regeln und feste Strukturen. Kann er tun und lassen was er will, wird er orientierungslos und gerät völlig außer Rand und Band.

Für die Erziehung eines Hundes gilt: üben Sie nur in völliger Ruhe und Gelassenheit. Überfordern Sie den Hund nicht, 10 Minuten sind völlig ausreichend. Trainieren Sie dafür lieber 2 bis 3-mal am Tag, dass bringt mehr als 30 Minuten am Stück. So lange kann sich kein Hund auf das Training konzentrieren. Beim Training sollte der Hund weder müde noch erschöpft sein. Auch direkt nach dem Füttern ist keine gute Zeit, ebenso wenn der Hund Hunger hat.

Es gibt einige Grundkommandos die jeder Hund beherrschen muss, schon zu seiner eigenen Sicherheit. Diese sind „Sitz“, „Platz“, „Bleib“, „Komm“, „Fuß“ und, ganz wichtig, „Nein“. Wie Sie die jeweiligen Kommandos benennen bleibt ihrer Fantasie überlassen. Nur sollten sich die einzelnen Kommandos deutlich voneinander unterscheiden damit es keine Verwechslungen gibt. Auch sollte ein Kommando aus nur einem, am besten kurzen Wort bestehen.

Eine weitere Grundregel: dass Leckerchen zur Belohnung für ein korrekt ausgeführtes Kommando gibt es umgehend, aber nicht vorab. Falsch ausgeführte Kommandos werden einfach ignoriert. Schließen Sie das Training immer mit einem Erfolg ab. Das bedeutet für Sie, üben Sie nicht zu lange, denn der Punkt, an dem nichts mehr klappt ist schnell erreicht. Nach dem Training geben Sie ihrem Hund Zuneigung und Spielen mit ihm.

All das oben beschriebene lernt der Mops schnell, denn er ist ein gewitztes Kerlchen. Ebenso viel Raffinesse legt er an den Tag, wenn es darum geht ein Kommando zu ignorieren. Er hat schnell den Bogen raus wie er Sie anschauen muss, damit aus einem „Nein“ doch noch ein „na dann, also gut“ wird. Ein Mops wickelt Sie schneller um den Finger als Sie schauen können. Hier heißt es konsequent und standhaft bleiben.

Warum der Mops sich so gerne gegen Hierarchien und Befehle auflehnt kann nur vermutet werden. Obwohl der Mops wie andere Hunde auch ein Rudeltier ist, scheint er zum glücklich Sein die dazu gehörige Hierarchie-Struktur nicht zu brauchen. Denn beobachtet man ein kleines Mops-Rudel, wirkt dieses eher wie eine bunte, lustige Wohngemeinschaft. Jeder mag jeden, und jeder tut wonach ihm gerade ist. Auch dies ist, wie so einiges wenn es um das spezielle Mops-Verhalten geht, nur ein Erklärungsversuch.

Ob der Mops nun einen Rudelführer will oder braucht sei dahingestellt. Eine starke Person die ihn beschützt, die ihm Halt und Sicherheit gibt und die ihm Liebe und Zuneigung schenkt braucht der Mops auf jeden Fall. Denn diese Eigenschaften erschaffen beim Mops Vertrauen zu seinem Mensch. Sind Sie für ihren Mops also mehr als nur sein geliebter Mensch, taugen Sie auch als Beschützer und weisen ihm immer den richtigen Weg, dann wird der Mops auch auf ihre Kommandos hören. Aber eben immer auf die ganz spezielle Mops-Art – locker und leger. 

 

Ein Hund der sprechen kann

Etwas Besonderes sind die Laute mit denen der Mops versucht mit ihnen zu kommunizieren. Diese Laute setzt er fast ausschließlich dann ein, wenn er seinen Unmut ausdrücken will. Und dafür gibt es viele Gründe für einen Mops.

Er hasst Störungen aller Art. Und all jene die es wagen den Mops zu stören, werden äußerst klangvoll und facettenreich angepöbelt. Wie viele Register der Mops dabei zieht, liegt am Grand seiner Empörung. Kleinere Vergehen gegen die Ruhe quittiert der Mops mit einem beiläufigen und leisen „Wuff“. Unholde die ihn nicht nur gestört, sondern auch erschreckt haben, dürfen sich da auf wesentlich mehr gefasst machen. Bellen, Jaulen, lautes Gähnen – in allen Variationen und Lautstärken.

Wird dem Mops etwas für ihn gerade wichtiges verboten, oder muss er auf etwas das ihm zusteht zu lange warten, dann fängt er regelrecht zu Sprechen an. Für diese zwei Empörungszustände hat er sogar zwei verschiedene Arten des Protestierens.

Bei einem Verbot zeigt er ihnen zunächst sein zutiefst empörtes Gesicht. Dabei spitzt er die Schnauze, reckt den Kopf nach oben und beginnt zu Jaulen. Ton und Lautstärke des Jaulens werden dabei stätig variiert. Bei ganz groben Verstößen gegen die Mops-Ehre wird das Jaulen noch mit Gähnen und einer Art Bellen kombiniert.

Trödeln Sie zu lange vor dem Spaziergang, handeln Sie sich mit großer Sicherheit auch eine Standpredig ihres Mopses ein. Denn er erkennt schon die ersten Anzeichen, wenn es zu einem Spaziergang hinausgehen soll. Wenn Sie dann noch lange Suchen müssen, dann wird es dem Mops schnell zu bunt. In solchen Fällen wendet der Mops gerne alle Arten des Gähnens an. Man glaubt kaum, auf wie viele Arten ein Mops sehr melodisch Gähnen kann.

Egal aus welchem Grund der Mops seinen Unmut kundtut, viele Möpse haben ein fast unerschöpfliches Repertoire an verschiedenen Geräuschen zu bieten. Und einige Geräusch-Kombinationen klingen fast so, als würde er mit ihnen Sprechen.

 

Der Mops ist, was er isst

Ist der Mops dick und rund reden sich viele Halter gerne mit dem Argument heraus, das Übergewicht sei Rassebedingt und durch nichts zu verhindern. Ob es diese Menschen nicht besser Wissen sei dahin gestellt, auf jeden Fall ist es absolut falsch und das Übergewicht schadet dem Hund enorm. Der Mops hat seinen Namen auch nicht auf Grund seines permanenten Übergewichtes erhalten. Dies ist ebenso eine Legende, die ebenso falsch ist.

Für alle Hunde gilt die gleiche, einfache Regel. Nimmt er mehr Energie, sprich Kalorien, zu sich als er für seine täglichen Aktivitäten und die Deckung seines Grundbedarfs benötigt, speichert er den Überschuss in den Fettzellen. Dies ist übrigens beim Mensch nicht anders. Bekommt der Mops zu seinem Futter ständig Leckereien zugesteckt, muss er zwangsläufig zu dick werden.

Kaum ein Thema wird energischer Diskutiert als die Ernährung des Hundes. Wahre Glaubenskriege werden hier ausgefochten, und jeder beharrt darauf, die einzig richtige Methode zu propagieren.

Es gibt prinzipiell drei Arten der Hundefütterung – Trockenfutter, Nassfutter, und das sogenannte Barfen.

Das Futter sollte zu 80% aus Fleisch und Innereien, und zu 20% aus pflanzlichen Kohlehydraten bestehen. Die Qualität eines Futters das zu 90% aus Getreide und 10% aus undefinierbaren Schlachtabfällen besteht, muss nicht lange erläutert werden. Zum einen ist der Hund kein Vegetarier. Macht man ihn zwangsläufig dazu, sind gesundheitliche Konsequenzen mehr als wahrscheinlich. Besteht der sogenannte Fleischanteil aus pulverisierten Schlachtabfällen wie Hufe, Hörner, Klauen, Haare usw., dann darf man sich über häufige und teure Tierarztbesuche nicht wirklich wundern. Denn auch der Hund ist, was er isst. Und das ach so günstige Futter aus dem Supermarktregal erweist sich schnell als extrem kostspielig. Schließlich muss der Tierarzt auch seine Praxis finanzieren. Außerdem, und spätestens hier sollte jeder Tierfreund Vernunft annehmen, fügen Sie ihrem Hund Schaden zu. Denn ein kranker Hund wird wenig Lebensfreude verspüren.

Beim Trockenfutter kann zwischen trocken und halbfeucht unterschieden werden. Der Unterschied liegt im Feuchtigkeitsgehalt des Futters. Die gepressten Pellets gibt es in verschiedenen Größen. Trockenfutter ist unbestritten sehr praktisch und einfach in der Anwendung, gut zu lagern und recht lange haltbar. Ebenso augenscheinlich ist beim Trockenfutter, dass sie wenig artgerecht erscheint. Kritisch ist auch der geringe Feuchtigkeitsgehalt des Futters. Ist das Futter von hoher Qualität, besteht es überwiegend aus Fleisch und nicht aus Getreide und wurde auf chemische Zusätze verzichtet, schadet es dem Hund auf Dauer nicht. Sie sollten jedoch genau darüber wachen, dass der Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Bei der Futtermenge müssen Sie sich nach den Angaben des Herstellers richten. Eine Faustregel für Trockenfutter gibt es nicht.

Unter Nassfutter versteht man überwiegend ein Alleinfutter aus der Dose. Es gibt aber auch Einzelfutter in Dosen. Diese Dosen enthalten ausschließlich Fleisch und Innereien und müssen mit einer Kohlehydratquelle gemischt werden. Ist ein Alleinfutter von hervorragender Qualität, sprich besteht es zu 80% aus Fleisch und Innereien und zu 20% aus Kohlehydraten, lässt sich die benötigte Futtermenge wie bei einem Einzelfutter ermitteln. Die tägliche Futtermenge entspricht dann ca. 3% des normalen Körpergewichts des Hundes. Bitte beachten Sie! Unter einem normalen Gewicht ist nicht zwangsläufig das aktuelle Gewicht des Hundes gemeint, sondern ein Gewicht, bei dem der Hund weder Über- noch Untergewichtig ist.

Das Barfen soll an dieser Stelle nur erwähnt, aber nicht erklärt werden. Nur soviel sei gesagt. Serviert man seinem Hund täglich ein Stück Hühnerbrust und eine Möhre, so hat das nichts mit Barfen zu tun und führt früher oder später zu Mangelerscheinungen. Damit ein Hund beim Barf alles bekommt was er braucht, ist ein nicht zu unterschätzendes Wissen von Nöten. Experimentieren Sie also nicht mit der Gesundheit ihres Hundes. Bevor Sie Barfen, müssen Sie sich alle notwendigen Informationen einholen und sich ihrer Sache sehr sicher sein.

Ist der Mops übergewichtig, so kann dies drei Gründe haben:

  1. Er bekommt nicht genügend Bewegung. Die Angaben der Futtermengen unterstellen natürlich eine, der Größe eines Hundes, entsprechende tägliche Bewegung. Muss er sein Leben überwiegend in Untätigkeit verbringen, sind diese Mengenangaben natürlich hinfällig. Hier heißt es also dem Mops zu Liebe – täglich raus zu einem Spaziergang.
  2. Der Mops bekommt dauerhaft zu viel Futter. Wenn Sie ihrem Mops viel Bewegung gönnen und er ist trotzdem übergewichtig, dann bekommt er schlicht zu viel Futter. Zum täglichen Futter gehören auch alle Leckerchen die er bekommt, denn schließlich haben auch diese Kalorien.
  3. Können Sie mangelnde Bewegung und ein Überfüttern ausschließen, dann sollten Sie die Qualität ihres Futters hinterfragen. Wahrscheinlich besteht es dann überwiegend aus Getreide.

Können Sie sich das Übergewicht ihres Mops in keinster Weise erklären, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. Denn so manche Stoffwechselerkrankung führt zu Übergewicht.

Der dicke, unbewegliche Mops ist also keine Erfindung der Natur, sondern ist das Ergebnis falsch verstandener Liebe, Bequemlichkeit des Menschen, oder einer nicht artgerechten Fütterung.

 

Ein Hund für alle – aber nicht für Jedermann

Der Mops ist ein äußerst umgänglicher und pflegeleichter Zeitgenosse und eine wahre Bereicherung für ihr Leben.

Darf er bei seinen Menschen sein, passt er sich jeder Situation problemlos an. Kaum ein anderer Hund ist besser geeignet, seinen Mensch auf die Arbeit zu begleiten; eine entsprechende Arbeitsstelle in einem Büro natürlich vorausgesetzt. Dort wird er schnell von vielen geliebt werden, andere werden ihn nicht mögen. Auf diese Zeitgenossen kann der Mops aber ganz hervorragend verzichten. Erwarten Sie aber bitte nicht von ihrem Mops, dass er Stunden in seinem Körbchen neben ihnen verbringt. Vielmehr wird er überall dort zu finden sein, wo er etwas Spannendes vermutet. Im Sinne des Mopses und ihrer Arbeitskollegen sollten Sie zwei Dinge beherzigen. Schärfen Sie ihren Kollegen ein, dass sie dem Hund nichts zu Fressen zustecken. Denn dann wird er schnell zur bettelnden Nervensäge die von Zimmer zu Zimmer streift, immer in der Hoffnung eine Leckerei zu bekommen. Seiner schlanken Linie ist es ebenfalls nicht zuträglich. Auch muss ihr Mops gut erzogen sein. Ansonsten kann er schnell den Arbeitsablauf stören, was ihrem Chef weniger gefallen wird. Haben Sie dies berücksichtigt dürfen Sie sich bitte nicht wundern, wenn zunächst der Mops begrüßt wird, dann erst Sie. Macht der Mops mal einen freien Tag und Sie gehen alleine zur Arbeit, hören Sie Anstelle eines „Guten Morgen“ ein „Wo ist denn der Hund?“.

Der spielfreudige Mops versteht sich ganz besonders gut mit Kindern. Spielen, Rennen und Toben – alles kein Problem für einen gesunden Mops. Aber kleine Hunde wie der Mops brauchen auch ihre Erholungsphasen, in denen sie ungestört Schlafen und Dösen können. Dies müssen auch Kinder akzeptieren.

Wenn Sie viel Besuch von Familie, Freunden und Bekannten bekommen, wird sich der Mops freuen. Er liebt die Menschen und ist gerne bei ihnen. Das er eifersüchtig sein Revier verteidigen will, ist beim Mops nicht zu befürchten.

Der Mops versteht sich nicht nur mit Menschen, er ist auch ein umgänglicher Typ bei tierischen Familienmitgliedern. Egal ob andere Hunde, Katzen oder ein Meerschweinchen, der Mops wird zu allen sehr freundlich sein, und friedlich sein Spielzeug sowie sein Körbchen mit ihnen teilen.

Für ausgesprochene Sportskanonen die ihren Hund zum Joggen oder Radfahren mitnehmen wollen, ist der kleine Mops natürlich gänzlich ungeeignet. Auch Menschen die von ihrem Vierbeiner erwarten, dass er jedes Kommando sofort und korrekt ausführt, sollten vom Mops die Finger lassen. Gleiches gilt für Sauberkeits- und Putzfanatiker. Alle anderen verlieben sich unsterblich in ihren kleinen, zu weilen unorthodoxen, Anarchist mit dem großen Herz. 

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Tipps für den Urlaub mit Hund

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Damit die schönste Zeit im Jahr für alle entspannt verläuft, veröffentlichen wir eine kleine Reihe rund um das Thema Urlaub mit dem Hund.

Teil 1. Vorbereitung

Gut vorbereitet sein heißt es, wenn man mit seinem Hund auf Reisen geht. Mit einer guten Vorplanung lassen sich so manche böse Überraschungen vermeiden. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Urlaubsunterkunft. Auch wenn dort Haustiere ausdrücklich erlaubt sind, sollten Halter von ausgesprochen großen Hunden vor dem Buchen nochmals auf den stattlichen Vierbeiner hinweisen. Denn Chihuahua oder Dogge – ein gewaltiger Unterschied.

Planen Sie ihre Reiseroute sorgfältig, damit Sie genügend Pausen einlegen können. Nicht nur für ihren Hund eine Wohltat, auch Sie selbst Reisen so wesentlich entspannter. Vor der Abfahrt sollte ihr Hund sich noch einmal richtig austoben können. So wird er die erste Zeit der Fahrt als willkommene Ruhephase betrachten. Das Lieblingsspielzeug sollte der Hund ebenso bei sich haben, wie frisches Wasser und ein Kauknochen. So kann er sich die Fahrt kurzweiliger gestalten.

Sicherlich planen Sie einige Ausflüge in ihrem Urlaub. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob ihr Hund auch überall ein gern gesehener Gast ist. Auch wenn Sie den Besuch von Freiluftanlagen einplanen, so ist nicht gewährleistet, dass Sie ihren Hund auch wirklich mitnehmen dürfen.

Auch wenn Sie ihren Urlaub in Deutschland verbringen, sollten Sie sich vorab über gesetzliche Besonderheiten in dem jeweiligen Bundesland informieren. Dies gilt natürlich ganz besonders bei einem Auslandsurlaub. Ein fehlender Maulkorb, oder das nicht Anleinen des Hundes kann empfindliche Strafen nach sich ziehen.

Neben einer gut bestückten Reiseapotheke und dem Impfpass ihres Hundes, sollten Sie vor ihrem Urlaub eine Liste mit Tierärzten am Urlaubsort anfertigen. Denn bei einer ernsthaften Erkrankung oder Verletzung zählt unter Umständen jede Minute. Es heißt also – vorbereitet sein.

 

Teil 2. Ihr Hund im Auto

Damit ihr Hund sicher im Auto mitreisen kann, gilt es einiges zu beachten.

Der größte Teil der Hunde reist im Kofferraum eines Kombis oder vergleichbaren Autos mit. Je nach Größe des Hundes wird hierfür eine spezielle Transportbox im Kofferraum des Wagens untergebracht. Diese Box muss gut verankert sein und darf nicht verrutschen – auch bei Ausweichmanövern oder Vollbremsungen. Viele weiche Decken und Kissen bieten dem Hund nicht nur ein bequemes Lager während der Fahrt, sie dienen auch als Puffer wenn Sie einmal hart Bremsen müssen.

Wenn Sie den verbliebenen Laderaum des Kofferraums nutzen, beachten Sie bitte, dass die Seitenwände der Transportbox nicht komplett von dem Transportgut verdeckt werden. Die Luft muss noch ausreichend zirkulieren können. Im Kofferraum ist die Frischluftzufuhr ohnehin mehr als schlecht. Denn dort befinden sich in der Regel keine Luftauslässe der Belüftungsanlage des Wagens. Dies bedeutet, selbst wenn es im Fond des Autos durchaus angenehm temperiert ist, kann sich im Kofferraum bereits die Wärme stauen. Auf beiden Seiten der Rückbank leicht geöffnete Fenster können hier bereits für etwas Abhilfe sorgen.

Achten Sie beim Verstauen ihres Gepäcks darauf, dass während der Fahrt keine Gegenstände gegen die Transportbox fallen können. Ansonsten wird sich ihr Hund erschrecken und keine Möglichkeit haben zu flüchten.

Moderne Autos sind für eine bessere Rundumsicht des Fahrers mit großen Glasflächen ausgestattet. Was ihnen die Fahrt erleichtert, ist für ihren Hund weniger positiv. Durch die Glasflächen dringt ungehindert die Sonne ins Innere des Fahrzeugs. Deshalb ist es ein muss, dass die Glasflächen der Heckscheibe sowie der hinteren Seitenfenster mit einer Sonnenschutzfolie versehen werden. Dies bietet ihrem Hund Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.

Reist ihr Hund auf der Rückbank mit, den Vorschriften entsprechend gesichert, sollte direkter Zug von geöffneten Fenstern vermieden werden. Eine Bindehautentzündung ist dann oftmals die Folge. Wenn Sie die Klimaanlage ihres Wagens einschalten, so dürfen die Luftauslässe nicht direkt auf ihren Hund gerichtet sein. Erkrankungen der Atemwege sind dann nicht auszuschließen.

 

Teil 3. Die Reise-Apotheke für ihren Hund

Es passiert immer dann wenn man am wenigsten damit rechnet. Plötzlich ist der Hund krank oder er hat sich verletzt. Eine kleine Reise-Apotheke für ihren Hund ist in diesem Fall sehr hilfreich. Für kleinere Verletzungen sollten Sie ein Spray zur Hautdesinfektion sowie eine Wund- und Heilsalbe zur Hand haben. Um eine kleine Wunde zu säubern sprühen Sie etwas Hautdesinfektion auf eine sterile Kompresse und tupfen die Wunde vorsichtig ab. Wenn Sie den Verdacht haben das sich ein Fremdkörper in der Wunde befindet, sprühen Sie die Desinfektion direkt auf die Wunde um einen Fremdkörper durch das abtupfen nicht noch tiefer in das Gewebe zu drücken. Anschließend etwas Wund- und Heilsalbe auf eine Kompresse und die Wunde mit einer Mullbinde verbinden. Bei einer verletzten Pfote ist es praktisch über den Verband eine kleine Plastiktüte zu stülpen und am oberen Ende mit Rollenpflaster zu verschließen. So kann sich der Hund nicht zu schnell den Verband wieder entfernen.
Wenn ihr Hund „Luft leckt“ hat er Sodbrennen. Hier können Sie ihm Erleichterung verschaffen mit der Gabe von Heilerde. Heilerde kann auch bei Erbrechen und Durchfall gegeben werden.
Hustet ihr Hund so können Sie ihm mit Fenchelhonig helfen. Dieser wirkt gut gegen den Hustenreiz. Um das Abhusten zu ermöglichen können Sie ihrem Hund einen Hustensaft für Kleinkinder geben.
Generell gilt: Behandeln Sie unbekannte Symptome nicht allzu lange selbst. Es ist immer ratsam einen Tierarzt aufzusuchen. Damit Sie am Urlaubsort nicht lange nach einem Tierarzt suchen müssen, sollten Sie vor der Abfahrt eine Liste mit ortsansässigen Tierärzten anfertigen. Auch wenn Sie nicht ins Ausland reisen, sollte der Heimtierausweis immer dabei sein.
 

Nachfolgend die Liste für ihre kleine Reise-Apotheke:
Hautdesinfektion
Wund- und Heilsalbe
Sterile Kompressen
Mullbinde
Rollenpflaster
Kleine Plastiktüte
Heilerde
Fenchelhonig
Hustensaft für Kleinkinder

Fieberthermometer
Liste mit ortsansässigen Tierärzten

Heimtierausweis

 

 

Teil 4. Am Urlaubsort angekommen

Überprüfen Sie ihre Unterkunft ob diese auch hundesicher ist. Stromkabel, Elektrogeräte, Zimmerpflanzen, Putzmittel – all das kann ihrem Hund schnell zum Verhängnis werden. Gerade wenn Sie ihre eigene Wohnung, oder ich Haus, vorbildlich hundesicher gemacht haben, wird ihr Vierbeiner alles was er nicht kennt neugierig untersuchen.

Offen liegende Stromkabel können Sie schnell und einfach mit dafür vorgesehenen Kunststoffschläuchen sichern. Gegen das Verrutschen und Abziehen werden diese mit Kabelbinder gesichert.

Zierpflanzen sind oft giftig. Stellen Sie deshalb alle Zimmerpflanzen die sich auf dem Fußboden befinden auf einen Schrank.

Überprüfen Sie, ob sich in für ihren Hund zugänglichen Schränken Putzmittel befinden. Diese umgehend an einem sicheren Ort verwahren.

In Ferienunterkünften finden sich oftmals Mittel gegen lästige Insekten. Kontrollieren Sie sorgfältig, ob sich am Boden oder zugänglichen Schränken keine Insektenköder oder Insektenfallen befinden.

Sollte ihr Urlaubsdomizil einen eingezäunten Garten haben, stellen Sie sicher, dass der Zaun auch tatsächlich an allen Stellen ordentlich verschlossen ist.

 

Teil 5. Der erste Spaziergang im Urlaub

Vor ihrer Reise sollten Sie sich bereits über besondere Vorschriften bezüglich ihres Hundes informieren. Dies gilt insbesondere wenn Sie ihre Reise ins Ausland führt. Aber auch in Deutschland, können so manche Vorschriften von Bundeland zu Bundeland variieren. Stellen Sie vorab sicher, dass für ihren Hund keine Maulkorbpflicht besteht. Auch sollten Sie wissen, wo ihr Hund anzuleinen ist. Kotbeutel sollten bei jedem Spaziergang dabei sein - schon aus Rücksichtnahme auf andere Fußgänger. Fehlende Kotbeutel können aber auch durchaus zu einer Ermahnung, oder sogar einer Geldstrafe führen. In vielen beliebten Urlaubsorten werden durch die Ordnungsämter regelmäßige Kontrollen durchgeführt. Werden keine Kotbeutel mitgeführt, kann es also Ärger geben. Auch wird nicht in allen Bereichen auf die Leinenpflicht mit entsprechenden Schildern hingewiesen. Bei einer Kontrolle kann es also auch hier zu Unannehmlichkeiten kommen.

Bedenken Sie auch, dass Sie selbst ortsunkundig sind. Was sich genau hinter der nächsten Wegbiegung verbirgt ist also unklar. Bei den ersten Spaziergängen sollten Sie die nähere Umgebung genau erkunden, um Gefahrenquellen für ihren Hund rechtzeitig zu erkennen.

 

Teil 6. Ausflüge

Sicherlich planen Sie in ihrem Urlaub Ausflüge in die nähere Umgebung. Klären Sie vor der Reise, ob ihr Hund auch dort ein gern gesehener Gast ist. Auch wenn es sich um Freiluftanlagen handelt, so ist nicht immer damit zu rechnen, dass auch ihr Hund dort eingelassen, bzw. erlaubt ist. In Zeiten des Internet sind solche Recherchen relativ schnell und einfach zu erledigen. Sollten Sie auf den jeweiligen Seiten keine Hinweise bezüglich ihres Hundes finden, kann ein kurzes Telefonat die Sachlage schnell klären. Werden an bestimmten Ausflugszielen Betreuungsstellen für Hunde angeboten, sollten Sie sorgfältig überprüfen, ob ihr Hund dort auch in guten Händen ist. Nicht selten werden die Betreuungsstellen aus Kostengründen mit unausgebildetem Hilfspersonal besetzt. Auch sollten Sie sich vor Ort alles zeigen lassen. Haben Sie nur den geringsten Zweifel, überlassen Sie ihren Hund nicht seinem Schicksal. Denn ihr Hund ist ihnen an 365 Tagen im Jahr der beste Freund den man sich wünschen kann. Gefährden Sie nicht wegen ein paar Stunden Urlaubsspaß seine Gesundheit. 

 

Teil 7. Alles auf einen Blick

  1. Reisevorbereitungen:

Beim Buchen der Urlaubsunterkunft auf eventuell sehr große Hunde hinweisen.

Die Reiseroute so planen, dass genügend Pausen für Hund und Halter eingelegt werden können.

Abklären, ob der Hund zu jedem Ausflugsziel mitgenommen werden darf.

Bestehen bezüglich des Hundes besondere gesetzliche Vorgaben am Urlaubsort?

Reiseapotheke zusammenstellen.

Liste mit ortsansässigen Tierärzten anfertigen.

  1. Ihr Hund sicher im Auto:

Transportbox gegen das Verrutschen sichern.

Seitenwände der Transportbox nicht mit Gepäck verdecken.

Heck- und Seitenscheiben mit getönter Scheibenfolie versehen.

  1. Reiseapotheke:

Alles in eine separate Tasche packen, und immer griffbereit haben.

  1. Urlaubsunterkunft überprüfen:

Ist die Urlaubsunterkunft hundesicher? Gefährliche Gegenstände entfernen oder entsprechend sichern.

  1. Die ersten Spaziergänge:

Die ortsüblichen Vorgaben bezüglich des Hundes beachten.

Umgebung auf Gefahrenquellen erkunden.                            

  1. Ausflüge:

Vorsicht bei Betreuungsstellen.

petartstore.de wünscht Ihnen und ihrem Hund einen schönen Urlaub.

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Pflegetipps für den Hund

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Die regelmäßige Pflege ihres Hundes hat nicht ausschließlich hygienische Gründe. Sie dient ebenso der Gesundheitsvorsorge. Denn Sie können schnell verdeckt liegende Verletzungen, Parasitenbefall und Veränderungen an Fell und Haut erkennen.

 

Unsere Pflegetipps sind allgemeiner Natur. Auf spezielle Pflegeanforderungen bestimmter Hunderassen können wir hier selbstverständlich nicht eingehen. Entsprechende Ratschläge erhalten Sie hier vom Züchter, einem Groomer (Hundefriseur) oder ihrem Tierarzt.

Bedenken Sie immer, dass jede Form der Pflege für ihren Hund zunächst etwas Unbekanntes ist. Gehen Sie also ganz entspannt und ruhig vor, und lassen Sie ihren Hund jedes Hilfsmittel das Sie für die Pflege benötigen ausgiebig beschnüffeln. So kommt erst überhaupt keine Angst auf. Und ein, oder zwei, Leckerchen sollten Sie immer zur Hand haben.

 

Die Ohren

 

Der wichtigste Hinweis für die Ohrenpflege: Wattestäbchen oder sonstige Fremdkörper haben im Hundeohr nichts verloren! Zum einen besteht eine enorme Verletzungsgefahr, zum anderen wird das Ohrsekret noch tiefer in den Gehörgang geschoben.

 

Zur Reinigung der Ohren bietet der Fachhandel spezielle Ohrenpflegelotionen an. Diese lösen zum einen hartnäckige Verkrustungen, zum anderen wirken Sie beruhigend bei leichten Rötungen oder Entzündungen. Diese Lotionen werden vorsichtig in das Hundeohr geträufelt und sanft einmassiert. Schüttelt der Hund anschließend den Kopf, wird gelöstes Ohrensekret herausgeschleudert.

 

Alternativ können Sie hierfür auch Kamillentee verwenden, den Sie hierfür in eine geeignete Flasche abfüllen.

 

Egal für welches Reinigungsmittel Sie sich entscheiden, wenige Tropfen genügen völlig. Wichtig ist das sofortige Massieren des Ohres. Auch muss das verwendete Mittel eine angenehme Temperatur haben.

 

Ist ihr Hund wenig begeistert von Flüssigkeiten in seinem Ohr, können Sie das Ohrensekret auch bei der abendlichen Kuschelstunde sanft nach oben massieren. Beginnen Sie hierbei unterhalb der fühlbaren Ohrmuschel und massieren Sie mit dem Finger in kreisenden Bewegungen nach oben.

 

Den äußeren Gehörgang können Sie leicht mit einem feuchten Mikrofasertuch reinigen. Hierbei auch vorsichtig durch kleinere Hautfalten reiben. Versuchen Sie niemals mit dem Finger tief in das Hundeohr einzudringen! Verletzungsgefahr!

 

Bei der oben beschriebenen Pflege der Ohren können Sie Rötungen und Verletzungen leicht erkennen und behandeln. Wie immer gilt wenn es um die Gesundheit ihres Hundes geht: Niemals zu lange selbst behandeln. Stellt sich nicht innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung ein, konsultieren Sie einen Tierarzt.

 

Pflegetipps für den Hund - 2

 

Die Augen

 

Die Augen von Hunderassen mit sehr großen Augen neigen zum Tränen. Bis zu einem gewissen Grad ist dies normal. Hier kann es passieren, dass die Tränenflüssigkeit auf Dauer das Fell um die Augen dunkel verfärbt.

 

Bei diesen Hunden ist es durchaus sinnvoll, dass Fell um die Augen mehrmals am Tag mit einem Mikrofasertuch vorsichtig trocken zu tupfen. Der Fachhandel bietet auch spezielle Reinigungslotionen für die Augenregion an. Bitte beachten Sie die besonderen Gebrauchsinformationen des jeweiligen Mittels.

 

Ein übermäßiges Tränen der Augen sollten Sie in jedem Fall von einem Tierarzt begutachten lassen.

 

Ausgeprägte Augenfalten sollten regelmäßig gereinigt werden. Hierzu können Sie ein feuchtes Mikrofasertuch verwenden. Zum Befeuchten genügt in der Regel klares Wasser. Sie können aber auch etwas Hunde-Shampoo in das Wasser geben. Ziehen Sie nun die Augenfalte vorsichtig nach unten und reiben sanft mit dem Mikrofasertuch durch die Falte. Wichtig! Trocknen Sie anschließend die Falte sorgfältig mit einem trockenen Mikrofasertuch. Ansonsten kann sich die nasse Falte leicht entzünden. Stellen Sie bei der Reinigung der Falte eine leichte Rötung der Haut fest, können Sie ein trockenes Mikrofasertuch mit etwas Babypuder versehen, und die Augenfalte vorsichtig damit betupfen. Die Rötung sollte innerhalb von 2 Tagen völlig verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, besuchen Sie einen Tierarzt.

 

Pflegetipps für den Hund - 3

 

Nase, Schnauze

 

Ist die Nase des Hundes etwas rau und spröde, tupfen Sie sich etwas Butter auf einen Finger und reiben vorsichtig über die Nase. Der Hund wird sich natürlich anschließend die Nase ausgiebig lecken. Hierdurch werden Verunreinigungen gelöst und entfernt.

 

Tiefe Nasenfalten bedürfen einer regelmäßigen Reinigung, denn hier können Feuchtigkeit und Futterreste leicht Entzündungen hervorrufen. Hierzu können Sie ein feuchtes Mikrofasertuch verwenden. Zum Befeuchten genügt in der Regel klares Wasser. Sie können aber auch etwas Hunde-Shampoo in das Wasser geben. Ziehen Sie nun die Nasenfalte vorsichtig nach unten und reiben sanft mit dem Mikrofasertuch durch die Falte. Wichtig! Trocknen Sie anschließend die Falte sorgfältig mit einem trockenen Mikrofasertuch. Ansonsten kann sich die nasse Falte leicht entzünden. Stellen Sie bei der Reinigung der Falte eine leichte Rötung der Haut fest, können Sie ein trockenes Mikrofasertuch mit etwas Babypuder versehen, und die Nasenfalte vorsichtig damit betupfen. Die Rötung sollte innerhalb von 2 Tagen völlig verschwunden sein. Ist dies nicht der Fall, besuchen Sie einen Tierarzt.

 

Pflegetipps für den Hund - 4

 

Zähne, Gebiss

 

Die Zahnpflege können Sie getrost ihrem Hund überlassen. Natürlich müssen Sie dafür Sorge tragen, dass ihrem Hund ein dafür geeignetes Hilfsmittel zur Verfügung steht. Das Sortiment an Kauartikeln aller Art ist fast unüberschaubar. Sicherlich finden auch Sie ein passendes Produkt für ihren Hund. Wunder darf man selbstverständlich nicht erwarten. Ein Kauknochen kann leichte Beläge von den Zähnen entfernen – keinen Zahnstein. Dieser kann ausschließlich von einem Tierarzt sachgerecht entfernt werden.

 

Riecht ihr Hund unangenehm aus dem Maul, sollten Sie die Ursache dafür herausfinden. Mögliche Gründe können unteranderem sein:

 

Erkrankung eines Zahnes oder des Zahnfleisches:

Schauen Sie einmal pro Woche in das Maul ihres Hundes. So fallen ihnen Veränderungen schnell auf und Sie können umgehend reagieren.

 

Minderwertiges Futter das den Magen des Hundes ständig übersäuert:

Enthält ihr Hundefutter Zucker, künstliche Aroma- und Konservierungsstoffe und besteht zum größten Teil aus Getreide, sollten Sie sich ernsthafte Gedanken um die Ernährung ihres Hundes machen.

 

Erkrankung des Verdauungssystems:

Diese Erkrankungen treten leider immer öfter auf, und sind oftmals auf ein minderwertiges Hundefutter zurückzuführen.

 

In jedem Fall sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, der ihren Hund gründlich untersucht.

 

Pflegetipps für den Hund - 5

 

Das Fell

 

Das Fell stellt für den Hund einen perfekten Schutz gegen äußere Einflüsse wie Nässe, Kälte, Hitze und Parasiten dar. Diese Schutzfunktion kann durch übertriebene, oder falsche Fellpflege leicht zerstört werden.

 

Lose Haare und leichte Verschmutzungen können einfach und bequem mit einem Fell-Striegel entfernt werden. Hier sollten Sie auf ein Qualitätsprodukt zurückgreifen. Minderwertige Striegel und Bürsten können das Fell nachhaltig schädigen.

 

Das Shampoonieren des Fells sollte in keinem Fall übertrieben werden und eher die Ausnahme bleiben. Verwenden Sie in jedem Fall ein spezielles Hunde-Shampoo das auf die besonderen Anforderungen des Hundefells abgestimmt ist.

 

Leicht anhaftender Schmutz kann auch mit einem feuchten Mikrofasertuch einfach entfernt werden.

 

Achten Sie bei der Fellpflege auf Fremdkörper und Parasiten im Fell. Auch kleinere Verletzungen der Haut können Sie bei der Fellpflege einfacher entdecken und behandeln.

 

Bei auffälligen Veränderungen des Fells oder der Haut sollten Sie wachsam sein. Können Sie die Symptome nicht auf ein bestimmtes Ereignis zurückführen, sollten Sie in jedem Fall einen Tierarzt konsultieren.

 

Pflegetipps für den Hund - 6

 

Die Pfoten

 

Besonders im Winter bedürfen die empfindlichen Hundepfoten einer regelmäßigen Pflege, denn Nässe und Streusalz greifen diese an. Im Fachhandel finden Sie spezielle Pflegesalben für die Hundepfoten. Ein guter Schutz vor Nässe und Salz bietet auch eine dünne Schicht Melkfett oder Vaseline die Sie vor dem Spaziergang auf die Pfoten auftragen. Sobald Sie wieder zuhause sind, die Pfoten mit einem feuchten Mikrofasertuch gründlich reinigen und anschließend sorgfältig abtrocknen.

 

Zu lang gewachsene Krallen müssen geschnitten werden. Verwenden Sie hierzu ausschließlich eine spezielle Krallenzange. Sollten Sie mit dem Kürzen der Krallen noch keine Erfahrung haben, lassen Sie es sich von einem erfahrenen Hundehalter, Groomer oder Tierarzt zeigen, um ihrem Hund keine Schmerzen zuzufügen.

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Mein Hund treibt mich in den Wahnsinn

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petartstore.de möchte mit einer kleinen Artikelserie dazu beitragen, dass Sie ihren Hund besser verstehen.

Aus Welpen werden Hunde – und aus so manchem wird ein sogenannter Problemhund. Nicht selten enden diese Hunde im Tierheim. Von dort beginnt ihre Odyssee von Halter zu Halter. Ersparen Sie dies Ihrem Hund, denn er ist und bleibt der beste Freund den man sich wünschen kann.

 

-1-

Den Entschluss sich einen Hund in sein Heim zu holen, darf man nicht zwischen Tür und Angel treffen. Denn schließlich ist ein Hund kein Gegenstand den man bei Nichtgefallen einfach so wieder zurückgibt. Hunde haben Gefühle, dessen sollte sich jeder bewusst sein. Noch bevor man sich irgendwelche Gedanken über die Rasse macht, sollte man sich selbst einige kritische Fragen stellen.

  1. Habe ich täglich genügend Zeit für einen Hund? Wenn Sie ohnehin schon den ganzen Tag ihrer Zeit hinterher laufen, sollten Sie auf einen Hund verzichten. Denn der Hund muss täglich versorgt werden und benötigt ebenso täglich Auslauf. Selbst für einen kleinen Hund zwischen 5 und 10kg müssen Sie mindestens 1 bis 2 Stunden am Tag einplanen.
  2. Egal was passiert, kann der Hund immer optimal betreut werden? Weder Sie noch ihr Hund werden immer gesund sein. Wer kümmert sich also um den Vierbeiner, wenn Sie selbst es für eine gewisse Zeit nicht können? Und was passiert, wenn der Hund plötzlich erkrankt? Besitzen Sie die Freiheit, zu jeder Zeit einen Tierarzt aufzusuchen? Verlassen Sie sich bei dieser Frage nicht allzu sehr auf die Hilfsangebote von Familie, Freunde und Bekannten. Denn ist einmal wirklich Not am Mann, kann es mit der Hilfsbereitschaft schnell zu Ende sein.
  3. Bin ich bereit Kompromisse einzugehen? Für überzeugte Egoisten ist ein Hund definitiv das falsche Haustier! Wenn Sie regelmäßig Fernurlaub machen möchten, jedes Wochenende ausgiebig Feiern und am nächsten Tag ausschlafen wollen, dann ist ein Hund, ein Tier generell, keine Option für Sie.
  4. Bin ich als Hundehalter geeignet? Wer zur Hektik neigt, niemals zur Ruhe kommt, dem es schwer fällt feste Regeln einzuhalten, mit dem Hund etwas ausgleichen will das ihm das Leben bisher versagt hat, sollte sich über das folgende im Klaren sein. Hunde mögen keine Hektik und Unruhe. Hunde brauchen feste Regeln. Wenn Sie mit ihrem Leben unzufrieden sind, ändern Sie es. Ein Hund kann das nicht für Sie erledigen.
  5. Kann ich mir einen Hund auf Dauer leisten? Man muss nicht reich sein um sein Leben mit einem Hund zu teilen. Aber selbst ein kleiner Hund benötigt täglich sein Futter, was noch der geringste Posten ist. Ein Tierarztbesuch kann sehr schnell einige hundert Euro verschlingen.

Diese Fragen sollten Sie ausschließlich im Sinne des Hundes beantworten. Denn er wird der Leittragende sein wenn sich herausstellen sollte, dass ein Hund doch nicht das richtige Haustier für Sie ist. Und dann werden aus Welpen ganz schnell Problemhunde!

 

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Wenn Sie sich zum Wohle des Hundes sicher sind, dass Sie alles für eine gute Mensch-Hund-Beziehung mitbringen, sollten Sie sich Gedanken über die Hunderasse machen. Nur weil eine bestimmte Rasse in Mode ist, oder Sie sich in eine bestimmte Rasse verliebt haben, so muss diese nicht der richtige Begleiter für Sie sein. Besorgen Sie sich so viele Informationen über ihre Wunsch-Rasse wie möglich. Das Internet bietet hier eine Fülle an guten Informationsquellen. Befragen Sie auch andere Menschen die bereits einen solchen Hund haben. Und nicht zuletzt sollten Sie sich bei seriösen Züchtern informieren. Ein kleines Beispiel kann ihnen bei der Entscheidung etwas weiter helfen. Wurde eine Rasse für die Jagd gezüchtet, so dürfen Sie davon ausgehen, dass Sie zukünftig einen sehr ausdauernden Hund an der Leine haben werden. Auch brauchen diese Hunde eine Ersatzbeschäftigung für ihren angeborenen Jagdtrieb, den sie so nicht mehr ausleben können. Um einem solchen Hund auf Dauer gerecht zu werden, benötigen Sie täglich ausreichend Zeit. Denn er möchte Laufen und Suchen. Sein Jagdtrieb muss in geordnete Bahnen gelenkt werden, mit Spielen die seinen Trieb befriedigen. Bekommt ein solcher Hund nicht genügend Auslauf, wird er sich schnell nach einer anderen Beschäftigung umsehen, um seine aufgestaute Energie loszuwerden. Das kann dann auch mal das Sofa sein, das Sie in Einzelteilen vorfinden. Wird sein Jagdtrieb nicht befriedigt, so wird er dauerhaft auf der Pirsch sein, ständig bereit los zu preschen um etwas zu fangen. Für Sie nicht wirklich angenehm, denn wenn ein 20kg Hund an der Leine plötzlich davon fegt, werden Sie Probleme bekommen ihn noch zu halten. Alternativ haben Sie einen Hund der ständig an der Leine zieht, immer auf der Suche nach einer Spur. Fazit – nichts für unsportliche Menschen mit wenig Zeit.

Sie werden immer wieder Menschen treffen, die diese Betrachtungsweise nicht teilen. Ganz im Gegenteil. Sie berichten davon, dass ihr Hund so überhaupt nichts von einem Jagdhund habe. Ja, früher Mal, als er noch jung war. Betrachten Sie solche Aussagen kritisch. Hunde sind wahre Anpassungskünstler. Und so mancher Hund sucht sich eine Ersatzbefriedigung wenn seine eigentlichen Bedürfnisse nicht befriedigt werden. Bekanntlich passen sich Hund und Halter mit den Jahren an. So wie der Hund lernen musste, dass sein Mensch nicht in der Lage war ihm das Ausleben seiner angeborenen Instinkte zu ermöglichen, so akzeptiert der Mensch mit der Zeit, dass sein Hund sich zu Hause etwas sonderlich verhält. Und bevor noch ein weiteres Sitzmöbel den Weg alles Irdischen geht, bleibt der Hund eben dort, wo er am wenigsten zerstören kann.

Hunde die ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden dienten hier nur als Beispiel. Das geschriebene hat für alle Rassen Gültigkeit. Denn nur weil wir unsere Hunde heute als reine Gesellschafts- und Familienhunde halten, bedeutet das nicht, dass sie ihre Wurzeln vergessen haben. Wenn Sie ihr Hund also mit seinem Verhalten in den Wahnsinn treibt, sollten Sie zunächst hinterfragen, was Sie tun können um ihrem Hund ein artgerechtes Leben zu bieten. So manches Problem löst sich in Luft auf, wenn der Hund, Hund sein darf!

 

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In der Regel erinnert sich jeder Hundehalter gerne an den Tag, als der Welpe eingezogen ist. Sollte es für Sie eher der Anfang vom Schrecken gewesen sein, haben Sie eventuell einige grundlegende Fehler gemacht. Der Welpe darf nicht zu früh von der Mutter genommen werden. Neben vielen anderen Aspekten ist zu bedenken, dass der kleine Vierbeiner bei seiner Mutter vieles lernt. Gedulden Sie sich also bis der Welpe alt genug ist um bei ihnen einzuziehen. Ab diesem Tag sind Sie für seine Erziehung verantwortlich. Das erste was der Welpe lernen kann ist, dass Sie ihm Schutz in der neuen Umgebung bieten können. Zeigt der Welpe also Angst vor etwas das er noch nicht kennt, schauen Sie nicht tatenlos zu. Beruhigen Sie den kleinen Vierbeiner und geben Sie ihm Nähe. Dies schafft Vertrauen, die Basis für die künftige Erziehung. In den ersten Lebenswochen bei Ihnen lernt der Welpe die ersten Regeln. Lassen Sie sich nicht allzu sehr von den großen Augen um den Finger wickeln. Wenn Sie nicht möchten dass ihr erwachsener Hund das Stuhlbein annagt, dann muss das der Welpe lernen. Und ein Welpe lernt am schnellsten, wenn er für die verbotene Handlung einen erlaubten Ersatz bekommt. Das ist natürlich nicht immer möglich. In einem solchen Fall wird das Unterlassen seines Tuns belohnt. Das erreichen Sie mit großem Lob und Zuwendung, ein Leckerchen kann auch niemals Schaden. Was erlaubt und was verboten ist, die Grundregeln für ein gutes Miteinander, lernt der Hund in den ersten Wochen und Monaten. Die Erziehung des Welpen braucht Zeit und Geduld, darüber muss man sich im Klaren sein. Bleiben Sie immer ruhig und gelassen, mit Hektik und lauten Worten erreicht man nur wenig bei einem Hund. Ganz im Gegenteil, denn er wird Sie niemals als starken Rudelführer akzeptieren. Denn Rudelführer haben jede Situation völlig gelassen im Griff. Werden Sie von ihrem Hund als Oberhaupt des Rudels akzeptiert, wird er sehr bemüht sein ihnen zu gefallen.

Hunde die ihre Halter in den Wahnsinn treiben habe keine gute Kinderstube genossen, und man muss sich die Frage gefallen lassen, warum man nicht in der Lage war sich als guter Rudelführer zu präsentieren.

 

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Der Hund ist und bleibt ein Rudeltier. Und nur als solches kann er ein glückliches und zufriedenes Leben führen. Das bedeutet für Sie als Halter, dass Sie ihrem Hund ein Rudel bieten müssen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Sie überlassen ihrem Hund den Rang als Rudelführer und werden wenig Freude damit haben. Oder Sie sind der Rudelführer, was Sie täglich unter Beweis stellen müssen. In der Natur wird der Rudelführer nicht nach demokratischen Richtlinien bestimmt oder nach Gutdünken. Will ein Tier das Rudel anführen, muss es seine Qualitäten unter Beweis stellen. Dies ist zum einen körperliche Stärke, denn der Rudelführer bewacht und beschützt sein Rudel gegen alle Gefahren, und hierfür muss er körperlich in der Lage sein. Der Rudelführer weist seinem Rudel den sicheren Weg und wacht über die Beute. Wem und wann der Rudelführer seine Aufmerksamkeit schenkt entscheidet ausschließlich er. Auch über den allgemeinen Umgang aller im Rudel wacht der Rudelführer und greift bei Streitigkeiten ein. Wenn Sie also ein guter Rudelführer für ihren Hund sein wollen, müssen Sie sich beweisen. Der Einstieg ist relativ einfach, denn Sie wachen über die Beute, sprich das Futter. Während Sie das Futter zubereiten hält ihr Hund einen gebührenden Abstand und verhält sich ruhig. Stellen Sie den Napf auf den Boden und bleiben noch einen Augenblick am Napf stehen, ihr Hund wartet weiterhin. Erst auf ihren Zuruf darf ihr Hund an den Napf. Wenn Sie mit ihrem Hund spazieren gehen, dann bestimmen ausschließlich Sie über den Weg. Nur Sie gehen voraus, der Hund folgt ihnen, niemals umgekehrt. Wenn sich ihr Hund vor etwas fürchtet stellen Sie sich vor ihn und geben ihm so Schutz. Bei Streitigkeiten unter Hund greifen Sie gegeben falls ein, sollte die Gefahr bestehen das die Situation eskaliert. Möchte ihr Hund Aufmerksamkeit von ihnen, warten Sie etwas damit und geben ihm dann ein eindeutiges Zeichen das Sie nun bereit sind, sich ihm zu widmen. Bei allem was Sie tun, bleiben Sie ruhig und gelassen. Wenn Sie diese Grundregeln beachten, haben Sie schon sehr viel getan um sich ihrem Hund als guter Rudelführer zu präsentieren. Erwarten Sie bitte nicht, dass ihr Welpe alles an einem Tag lernen kann, es braucht seine Zeit, Geduld und Liebe. Wichtig ist, dass Sie alle Regeln konsequent durchsetzen, Wankelmütigkeit ihrerseits wertet der Hund als Schwäche. Und der Schwache kann niemals Rudelführer sein!

Wird ein Hund unkontrollierbar liegt es oftmals an einem schwachen Rudelführer. Nichts ist verwirrender für einen Hund, als ein Rudelführer der seine Aufgaben nicht erfüllen kann. Auch braucht ein Hund ein festes Regelwerk nach dem er Leben kann. Heute so, morgen so verunsichert den Hund. Es liegt also an ihnen, ob ihr Welpe zum Problemhund wird.

 

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Ruhe und Gelassenheit ist das A und O beim Umgang mit ihrem Hund. Jede Form der Hektik überträgt sich sofort auf ihren Hund und ist absolut kontraproduktiv. Zudem wertet der Hund die Aufregung des Menschen in gewissen Situationen als Führungsschwäche und versucht selbst die Kontrolle zu übernehmen. Bei der Welpenerziehung müssen Sie sich dies immer wieder in Erinnerung rufen. Denn der Welpe lernt schnell, auch Dinge die unerwünscht sind. Die ersten grundlegenden Fehler werden oft schon beim Erlernen der Stubenreinheit gemacht. Bemerkt der Mensch, dass der Welpe in der Wohnung einen Platz für sein Geschäft sucht, oder ist es bereits passiert, bricht in den Augen des Hundes das absolute Chaos aus. In heller Aufregung wird der Hund an die Leine gelegt und es geht in Windeseile vor die Tür. Kein Wunder also, dass viele Hunde bereits beim Anblick der Leine in helle Aufregung verfallen und ungestüm ins Freie stürzen wollen. Dieses Verhalten ist später nur mit viel Geduld wieder zu korrigieren. Zudem ist Aufregung ein schlechter Begleiter bei einem Spaziergang, denn der Hund ist dann kaum in der Lage auf ihre Kommandos zu reagieren weil ihm jegliche Aufmerksamkeit in dieser Verfassung fehlt. Es muss nicht so weit kommen. Gehen Sie regelmäßig mit dem Welpen vor die Tür, noch vor den ersten Anzeichen das er ein dringendes Geschäft zu erledigen hat. Rufen Sie den kleinen Vierbeiner in aller Ruhe an die Stelle der Wohnung, wo er sich zukünftig melden soll wenn er ein Geschäft zu erledigen hat und verweilen Sie dort einige Sekunden mit ihm. In aller Gelassenheit legen Sie ihm nun die Leine an. Wenn er das „Sitz-Kommando“ bereits beherrscht lassen Sie ihn einige Sekunden so verharren. Sie selbst bleiben völlig ruhig neben ihm. Auf ihr Kommando „komm“ oder „los“ gehen Sie voraus. Vor der Haustür lassen Sie den Welpen hinter sich sitzen, öffnen die Tür und gehen hinaus. Erst auf ihr Kommando folgt der Welpe. Bevor Sie nun losgehen, den Welpen wieder sitzen lassen und einige Sekunden stehen bleiben. Auf ihr Kommando geht der Spaziergang los. So lernt der Welpe sehr schnell, dass das Verlassen des Hauses eine ganz selbstverständliche Sache ist, ohne jede Aufregung. Zudem versteht er, dass ausschließlich Sie den Weg vorgeben. Durch dieses kleine Ritual ist der kleine Vierbeiner nun optimal für den Spaziergang vorbereitet. Sollte in den ersten Wochen etwas auf den Boden gehen, bleiben Sie ruhig. Für den Welpen ist nach dem Geschäft diese Angelegenheit abgehackt, alles was nun folgt bringt er nicht damit in Verbindung. Jede Form der Bestrafung ist völlig sinnlos und schadet nur. Entfernen Sie die Hinterlassenschaften kommentarlos und gehen zukünftig rechtzeitiger mit dem Welpen vor die Tür.

Es liegt also an ihnen, ob aus ihrem Welpen ein Problemhund wird oder nicht. Sie haben die Wahl!

 

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Irren ist Menschlich und jeder macht mal einen Fehler. Das wird ihnen auch bei der Erziehung ihres Welpen passieren. Aber nur weil der junge Hund nun etwas Unerwünschtes gelernt hat, ist das Kind noch lange nicht in den Brunnen gefallen. Ein Hund kann in jedem Alter neues erlernen, es bedarf nur etwas mehr Zeit.

Warum ein Hund etwas tut, oder auch nicht tut, ist relativ einfach. Er wendet Vorgehensweisen die zum Erfolg führen immer wieder an. Warum sollte er von selbst etwas Neues ausprobieren, schließlich hat sich sein Verhalten als vorteilhaft für ihn erwiesen. Dies gilt sowohl für Situationen in denen der Hund sich einen Vorteil verschaffen will, aber auch zur Abwehr vermeidlicher oder tatsächlicher Gefahren. Fast jeder Hundehalter nimmt sich vor, dem Betteln des Hundes nicht nachzugeben. Aber diese großen Welpenaugen lassen diesen Vorsatz oftmals schneller dahinschmelzen als Eis in der Sonne. Der kleine Vierbeiner lernt sehr schnell, dass er nur sehr ausdauernd neben dem Mensch am Tisch verharren muss. Auch wenn man ihn zunächst wegschickt, er wird immer wieder kommen. Bis seine Taktik letzten Endes aufgeht und er etwas vom Tisch bekommt. Für den Hund also eine erfolgreiche Strategie die er immer wieder anwenden wird, sobald Sie sich zum Essen an den Tisch setzen. Dem jungen Hund das Betteln am Tisch abzugewöhnen bedarf viel Geduld und Ausdauer. Zunächst müssen Sie eine imaginäre Grenze bestimmen die der Hund nicht überschreiten darf während Sie Essen. Überschreitet er diese, wird er konsequent weggeschickt. Am besten führen Sie ihn in sein Körbchen oder seine Decke. Achten Sie aber darauf, dass der Hund selbst dort hingeht. Wird er mehr gezogen oder gedrückt, versteht es der Hund weniger als sich vom Tisch entfernen. Geben Sie ihm nun das Kommando „bleib“. Dieses muss er natürlich schon beherrschen. Es wird nicht lange dauern bis er wieder neben ihnen am Tisch erscheint und seine bisherige Strategie anwendet. Ebenso hartnäckig setzen Sie aber ihre Strategie durch und schicken ihn wieder weg. Hier geht es ganz nach dem Motto: der mit dem längeren Atem gewinnt. Auch unmittelbar nach dem Essen, wenn Sie aufstehen, sollte der Hund noch einige Zeit auf seinem Platz bleiben. Denn sonst versucht er eine Abwandlung seiner bisherigen Strategie und bettelt dann. Am besten räumen Sie unmittelbar nach dem Essen alles weg. Wenn Sie damit fertig sind rufen Sie ihren Hund und loben ihn ausgiebig und beschäftigen sich mit ihm. Ein Leckerchen sollte er aber nicht bekommen. Mit der Zeit lernt nun der Hund wie er sich beim Essen zu verhalten hat. Das Lob und die Aufmerksamkeit die er danach von ihnen bekommt hat für den Hund einen durchaus hohen Stellenwert. Denn schließlich sind Hunde auf eine harmonische Stimmung innerhalb des Rudels bedacht.

Ein erlerntes unerwünschtes Verhalten ist kein Grund seinen Vierbeiner als Problemhund abzustempeln. Es liegt an ihnen, ihm einen besseren Weg zu zeigen.

 

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Rachegefühle kennen Hunde nicht. Auch ist Boshaftigkeit eine Eigenschaft der Menschheit. Ein Hund tut also nichts, nur um Sie zu ärgern oder ihnen mit Absicht Schaden zuzufügen. Legt ihr Hund ein unerwünschtes Verhalten an den Tag, liegt es an ihnen die Gründe dafür herauszufinden. Was auf den Mensch wie blinde Zerstörungswut wirkt, hat damit nicht das Geringste zu tun. Oftmals ist es pure Langeweile oder eine Ersatzhandlung. Hier müssen Sie sich die Frage stellen, was ihrem Hund fehlt. In der Regel legt der Hund dieses Verhalten sehr schnell ab wenn er regelmäßig, seiner Rasse entsprechenden Auslauf bekommt. Hunde die über Jahrhunderte als Gebrauchs- und Arbeitshunde gezüchtet wurden brauchen eine Beschäftigung die sie fordert. Informieren Sie sich über die Herkunft der Rasse und beschäftigen Sie den Hund mit entsprechenden Spielen und Aufgaben. Ein so geforderter Hund wird sich keine Ersatzbefriedigung suchen und alles zerstören was ihm in den Weg kommt. Bei Gesellschaftshunden kann noch ein anderer Grund dafür hinzukommen. Diese kleinen, drolligen Hunde werden meist von ihrem Halter vermenschlicht. Ein absoluter Fehler, denn diesen Hunden fehlen die Regeln eines Rudels an denen sie sich orientieren können. Wer von seinem Hund erwartet, dass er sich wie ein Mensch verhält, zahlt oftmals einen hohen Preis. Nimmt man einem Hund sein Leben als Hund, besteht die Gefahr dass er völlig außer Rand und Band gerät. Nicht nur für den Halter eine unangenehme Situation. Noch viel mehr leidet der Hund darunter weil im jegliche Orientierung fehlt. Wer sich nach der Gesellschaft eines Menschen sehnt, sollte sich keinen Hund ins Heim holen und erwarten, dass dieser diese Sehnsucht befriedigen kann. Lassen Sie ihren Hund, Hund sein. Nur so kann er glücklich und zufrieden leben und wird ihnen ein unersetzlicher Freund sein.

 

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Geht ihr Hund auch mit ihnen spazieren? Eigentlich sollte es umgekehrt sein. Es gibt mehrere Gründe warum Hunde ständig an der Leine ziehen. Allen gemeinsam ist die Tatsache, dass der Mensch bei solchen Ausflügen wenig Freude hat.

Hunden denen es an regelmäßigem Auslauf mangelt neigen dazu an der Leine zu ziehen. Es scheint fast so, als wollten sie mit einem Spaziergang das Versäumte nachholen. Bedauerlicher Weise verspürt der Mensch nach solch einem Spaziergang wenig Verlangen es baldmöglich zu wiederholen. Der Hund bekommt zukünftig noch weniger Bewegung. Auch ein angeborener Jagdtrieb ist der Leinenführigkeit eher im Wege. Der Hund ist ganz auf das Aufspüren von Beute fixiert. Somit ist er völlig in seiner eigenen Welt, Kommandos hört er schlichtweg nicht. Diese und andere Formen der Ablenkung lassen den Hund permanent an der Leine ziehen. Hunde die ihren Menschen wenig Führungsqualitäten zugestehen übernehmen beim Spaziergang die Führung. Denn schließlich muss einer das Rudel sicher anführen. Der Mensch war bisher dazu nicht in der Lage. Also nimmt der Hund das Ruder in die Hand. Es kann aber auch daran liegen, dass dem Welpen an der Leine niemals konsequent vermittelt wurde, wie er sich zu verhalten hat. Leinenführigkeit ist dem Hund nicht in die Wiege gelegt, er muss es von seinem Mensch erlernen. Je früher Sie damit anfangen, umso besser. Denn in den ersten Monaten können Sie sich das Schutzbedürfnis des jungen Vierbeiners zu Nutze machen. Auch wenn Welpen sehr neugierig ihre Umwelt erkunden wollen, so rennen sie auch nicht blindlinks in ihr Verderben. Hält sich ihr Welpe bei den ersten kurzen Spaziergängen hinter ihnen, dann belohnen Sie dieses Verhalten auf jeden Fall. Der Hund wird sich gut merken,  dass es dem Mensch gefällt wenn er ihm folgt. Zeigen Sie dem jungen Hund auch bei jedem Spaziergang dass Sie die volle Kontrolle haben. Erschrickt er sich, oder hat er vor etwas unbekanntem Angst, so stellen Sie sich schützend vor ihn. Auch bei den ersten Kontakten mit anderen Vierbeinern bleiben Sie dicht in seiner Nähe. Beim ersten Anzeichen von Angst knien Sie sich zu ihm und begleiten so die Kontaktaufnahme. Mit der Zeit wird ihr junger Hund immer sicherer werden, und seine Neugier wird ihn vorantreiben. Auch wenn es nachvollziehbar ist, dass der junge Vierbeiner seine Welt erkunden will, lassen Sie es nicht zu, dass er an der Leine zieht. Bleiben Sie sofort stehen und schauen demonstrativ in eine andere Richtung. Erst wenn der Hund neben ihnen völlig zur Ruhe gekommen ist, gehen Sie weiter. In den ersten Monaten kann diese Übung durchaus zur Geduldsprobe für Sie werden. Auf lange Sicht zahlt es sich aber aus. Hunden mit einem gewissen Jagdtrieb kann man diesen nicht wegerziehen. Aber sie können lernen ihn zu kontrollieren. Gehen Sie mit ihrem Hund immer ein gutes Stück an der Leine, geben Sie ihm aber auch dann die Gelegenheit zu suchen und zu stöbern. Dies können Sie ganz einfach umsetzen, indem Sie Duftköder für den Hund auslegen die er suchen kann. Hunde die sich von ihrer Umgebung zu sehr ablenken lassen, müssen immer wieder Aufmerksam gemacht werden. Hier kann schon ein Leckerchen in ihrer Hand gute Dienste leisten. Oder Sie fordern durch ein immer gleiches Signal, ein Pfiff, seine Aufmerksamkeit.

Egal woran es liegt dass der Hund ständig an der Leine zieht, oberste Regel für den Mensch ist - ruhig und gelassen bleiben. Heftiges an der Leine zerren, Kommandos brüllen oder dergleichen kann ihr Hund nicht verstehen.

Geduld zahlt sich auf lange Sicht aus. Und es gibt nichts Schöneres als mit seinem Vierbeiner die Welt zu erobern.

 

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Physische Präsenz bei der Hundeerziehung ist ein heikles Thema, weil es oftmals völlig falsch verstanden oder umgesetzt wird. Tatsache ist, dass ihr junger Hund seine Grenzen suchen wird. Dieses Verhalten ist völlig normal, es kann als Pubertätsgehabe bezeichnet werden. Und so wie der Mensch in dieser Zeit durchaus dazu neigt seine Grenzen zu suchen und zu überschreiten, so machen es auch junge Hunde.

Der Welpe der gestern noch so umgänglich war, kann Sie heute anknurren wenn Sie seinen Futternapf berühren. Auf diese Momente müssen Sie vorbereitet sein und umgehend handeln. Denn sind Sie von seinem Verhalten so überrascht, dass Sie zunächst zurückschrecken, haben Sie die erste Schlacht bereits verloren. Hunde können ihren Unmut auf verschiedene Arten zeigen. Knurren, Zähne fletschen, Bellen oder durch gesträubtes Nackenfell. Oftmals ist die Ursache dafür aus Menschensicht völlig lächerlich, denn schließlich wollten Sie das Spielzeug des Hundes nur wegräumen. Der Hund will durch sein Verhalten seine Besitzansprüche geltend machen. Egal warum der Hund so ein Verhalten plötzlich zeigt, er überschreitet damit ganz klar eine Grenze.

Bleiben Sie völlig gelassen, knien sich neben den Welpen und  berühren Sie ihn dabei eindeutig mit ihrem Gesäß. Wenn der Leitrüde eines Rudels einen anderen Hund in solch einer Situation berührt, ist dies als erste, und ernste Wahrung zu verstehen. Ihr Hund muss nun ganz klar anzeigen, dass er die Botschaft verstanden hat. Droht er immer noch, berühren Sie ihn mit einem schnellen Griff in den Nacken. Dabei halten Sie ihn ganz kurz fest. Sie haben nun nichts anderes gemacht wie ein Leitrüde der einen aufmüpfigen Jugendlichen mit einen kurzen Schnappen in den Nacken daran erinnert, wer in diesem Rudel das Sagen hat. Der größte Teil der Hunde versteht diese Botschaft und sie werden nun versuchen zu beschwichtigen. Durch das Lecken ihrer Hand, durch blinzeln und zurückgelegten Ohren, oder durch angestrengtes Wegsehen. Zeigt ihr Hund diese Beschwichtigungssignale sollten Sie ihn loben. Ist ihr Hund allerdings immer noch auf Konfrontation aus, bleibt ein letztes Mittel.

Hierbei müssen Sie schnell, aber auch vorsichtig vorgehen, um den Hund nicht zu verletzen. Greifen Sie mit einer Hand ein Vorderbein, mit der anderen Hand ein Hinterbein und drehen Sie den Hund so auf den Rücken. Mit beiden Händen den Hund vorsichtig festhalten, bis er jeden Wiederstand aufgibt. Liegt er völlig ruhig da, lassen Sie ihn langsam los und loben ihn. Auch diese Methode ist keine Erfindung des Menschen. Hunde wenden Sie immer dann an, wenn der Nachwuchs allzu sehr über die Stränge schlägt.

Beachten Sie bitte! Hier wurde von „Berühren“ gesprochen, und genauso ist es auch zu verstehen. Schläge haben mit Hundeerziehung nicht das Geringste zu tun. Sie sind lediglich ein Zeichen für die Schwäche des Menschen. Hunde verletzen ihren Nachwuchs bei der Erziehung niemals! Sollten Sie sich selbst außerstande sehen ihren Hund in solchen Situationen zu kontrollieren, ist der Rat eines Fachmannes zwingend anzuraten, bevor ihr Hund als Problemhund im Tierheim endet.

 

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Würde ein Mensch erwarten, dass er in einem fremden Land überall auf Menschen trifft die bemüht sind ihn zu verstehen? Wohl kaum. Er wird also eine Fremdsprache erlernen, um sich in den wichtigsten Situationen verständigen zu können. Von einem Hund wird allerdings erwartet, dass er die Menschensprache sofort perfekt beherrscht.

Auch sind nur wenige Hundehalter bereit, die Sprache der Hunde zu erlernen. Wen wundert es also, dass so viele Menschen ersthafte Probleme im Umgang mit ihren Hunden haben. Es mangelt schlichtweg an der richtigen Kommunikation. Hier sei jedem anzuraten es besser zu machen. Was ihnen ihr Hund mit seiner Körpersprache sagen möchte, ist in vielen guten Sachbüchern erklärt. Auch kann ihnen ein Hundetrainer hilfreich zu Seite stehen. Ist somit ein Kommunikationskanal gefunden, klären sich viele Probleme sehr schnell. Denn beide Seiten, Mensch wie Hund, verstehen sich nun besser und können ihr Verhalten entsprechend ändern.

Man muss sich immer vor Augen führen, Hunde sind immer bemüht eine angespannte Situation zu entspannen. Dies tun sie, indem sie Beschwichtigungssignale senden wie Blinzeln, offensichtliches Wegsehen, Anlegen der Ohren, Lecken oder sie legen sich entspannt auf den Boden. All dies soll dem Gegenüber die friedlichen Absichten vermitteln. Diese Signale müssen Hunde nicht erlernen, sie sind ihnen in die Wiege gelegt. Allerdings können sie es mit der Zeit verlernen, wenn ihnen dauerhaft der Kontakt zu Artgenossen fehlt. Wenn Sie mit ihrem Welpen die ersten Spaziergänge unternehmen, sollten Sie Kontakt zu anderen Hunden suchen. Hier lernt ihr Welpe sehr schnell, wie man sich in Gegenwart von Artgenossen zu verhalten hat. Natürlich sollten Sie mit dem anderen Halter vorher klären ob der jeweilige Hund gut sozialisiert ist. Bei den ersten Kontakten ihres Welpen können Sie ihn unterstützen indem Sie dicht bei ihm bleiben oder sich neben ihn knien. Das gibt ihrem Vierbeiner Schutz und Sicherheit. Zudem präsentieren Sie sich als starker Rudelführer. Wenn Sie nicht reagieren wenn ihr Welpe Angst vor einem fremden Hund hat, wird er schnell lernen, dass Sie als Rudelführer ungeeignet sind. Lassen Sie sich aber auch nicht dazu verleiten, die Angst des Welpen nur zu bestätigen. Führen Sie ihn vorsichtig an den fremden Hund heran. Ansonsten könnte er zu der Ansicht kommen, dass jeglicher Kontakt zu anderen Vierbeinern schlecht für ihn ist.

Der Kontakt und Umgang mit Artgenossen ist für Hunde wichtig, so lernen Sie den richtigen Umgang und schulen so ihre Kommunikation. Dies ist auch im täglichen Miteinander von Mensch und Hund von Vorteil. Kein Hundehalter sollte die Chance verpassen seinen Hund als besten Freund kennenzulernen. Es liegt an ihnen, wie sich ihr Welpe entwickelt. 

 

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Hunde brauchen den regelmäßigen Kontakt mit ihren Artgenossen. Sie können ihren Welpen bei den ersten Begegnungen mit fremden Hunden unterstützen. Zeigt er Angst und Scheu, geben Sie ihm Schutz und Sicherheit indem Sie dicht bei ihm bleiben, am besten knien Sie sich neben ihn. Wenn er sich hinter ihnen verstecken will, gewähren Sie ihm zunächst diesen Schutz. Führen Sie ihn dann aber behutsam an den anderen Hund heran. Keinesfalls sollte ein Welpe seine Artgenossen als Bedrohung wahrnehmen. Ist diese Haltung erst einmal im Kopf des Hundes verwurzelt, wird er bei jeder Begegnung mit anderen Vierbeinern eine Abwehr- oder Drohhaltung annehmen. Das so keine friedliche Kontaktaufnahme mehr möglich ist, leuchtet ein.

In den ersten Lebensmonaten genießt ihr Vierbeiner bei anderen Hunden den sogenannten Welpenschutz. In dieser Zeit können sie sich fast alles herausnehmen ohne Ärger mit anderen Hunden zu bekommen. Erwachsene Hunde ignorieren schlicht das zuweilen rüpelhafte Verhalten junger Hunde. Sie sollten aber nicht tatenlos zusehen. Schlägt ihr Welpe allzu sehr über die Stränge, greifen Sie ein. So erlernt ihr Hund Schritt für Schritt den angemessenen Umgang mit seinen Artgenossen. Außerdem genießt ihr junger Hund nicht ewig den Welpenschutz. Lernt er nicht frühzeitig wie man sich respektvoll verhält, kann er schnell in eine Keilerei verwickelt werden.

Jedem Hundehalter sei ans Herz gelegt, dem Hund viele Kontakte zu anderen Hunden zu ermöglichen. Keinesfalls sollten Sie in Panik verfallen wenn Sie beim Spaziergang mit ihrem Welpen einem anderen Hund begegnen. Natürlich muss mit dem anderen Hundehalter vorab geklärt werden, ob der Hund gut sozialisiert ist. Ist dies der Fall, geben Sie ihrem Welpen die Gelegenheit Freunde zum Spielen und Toben zu finden. Ihr Hund wird sich nicht mit all seinen Artgenossen gleichermaßen gut verstehen. Stimmt die Chemie nicht, wird es auch nichts mit einer innigen Freundschaft.

Haben Sie ihren Hund gut sozialisiert, dürfen Sie sich auf viele entspannte Spaziergänge mit ihm freuen. Haben Sie ihrem Hund hingegen den Kontakt zu seinen Artgenossen verwehrt, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn er bei jeder Begegnung mit anderen Hunden kläfft und außer Rand und Band gerät. Von Spaß beim Spaziergang kann hier natürlich nicht mehr die Rede sein. Viele Hundehalter meiden dann jeglichen Kontakt zu anderen Hunden. Sobald sie in der Ferne einen anderen Hund sehen, schlagen sie einen anderen Weg ein. Mit diesem Verhalten fördern sie dann das Verhalten des eigenen Hundes. Denn wenn der Mensch anderen Hunden aus dem Weg geht, so müssen diese eine Gefahr darstellen.

 

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Den Welpen an das Alleinsein gewöhnen.

Auch wenn man es möchte, man kann seinen Hund nicht überall hin mitnehmen. Deshalb sollten Sie ihren Welpen früh an das Alleinsein gewöhnen. Grundregel hierfür: Weder verabschieden Sie sich, noch begrüßen Sie den Hund bei der Rückkehr. Das klingt etwas herzlos, ist aber die beste Methode, denn so wird der gesamte Vorgang etwas völlig normales für ihren Hund. Würden Sie sich verabschieden, gäbe das dem Hund Grund zur Aufregung. Eine überschwängliche Begrüßung würde die dann ohnehin vorhandene Aufregung nur noch verstärken. Beides ist unerwünscht.

Sobald sich ihr Welpe nach einigen Tagen an die neue Umgebung gewöhnt hat, verlassen Sie kommentarlos das Zimmer und schließen die Tür hinter sich. Bleiben Sie nur einen kurzen Augenblick hinter der Tür stehen und kommen wieder herein. Sollte ihr Welpe Sie nun bestürmen, ignorieren Sie ihn. Diese Übung können Sie mehrmals pro Tag machen, aber nicht übertreiben. Mit der Zeit bleiben Sie immer länger weg. Sollte sich ihr Welpe mit Gejaule bemerkbar machen, reagieren Sie nicht. Erst wenn es wieder völlig ruhig ist, kommen Sie zurück. Wenn Sie auf sein Jaulen ins Zimmer zurückkommen, setzt der Hund sein Jaulen und ihre Rückkehr in Verbindung und wird diese Taktik nun öfter probieren. Sobald Sie zurück sind, widmen Sie sich zunächst anderen Dingen, erst wenn er völlig ruhig und entspannt ist, können Sie ihn auch begrüßen.

Mit der Zeit wird ihr Hund erkennen wenn Sie das Haus verlassen möchten und reagiert womöglich mit Aufregung. Lassen Sie dies auf keinen Fall zu. Rufen Sie ihn mit einem Kommando wie „Sitz“ oder „Platz“ zur Ordnung. Deshalb sollten Sie in den ersten Wochen immer etwas mehr Zeit einplanen wenn Sie das Haus verlassen. Denn es kann durchaus zu einer kleinen Geduldsprobe werden, bis ihr Hund zur Ruhe kommt. Aber es zahlt sich auf lange Sicht aus.

Egal wie alt ihr Hund mit der Zeit wird, zeigt er bei ihrer Rückkehr Aufregung, ignorieren Sie ihn so lange, bis er sich von selbst beruhigt. In dieser Situation ist jeder Form der Zuwendung völlig kontraproduktiv, denn Sie verstärken die Aufregung des Hundes dadurch.

Es liegt also an ihnen, ob ein totales Chaos ausbricht nur weil Sie das Haus verlassen. Üben Sie frühzeitig und konsequent mit ihrem Welpen das Alleinsein.

 

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Aufregung erkennen und kontrollieren.

Ihr Hund lebt im Hier und Jetzt. Erregt etwas seine Aufmerksamkeit ist er völlig darauf fixiert. Bleibt der Hund in dieser Situation noch ansprechbar, sprich reagiert er auf ihre Kommandos, ist es ein völlig normales Verhalten. Ganz schnell jedoch kann sich sein Interesse zu großer Aufregung aufschaukeln. In dieser Verfassung ist der Hund kaum kontrollierbar für Sie, denn er ist nun ganz in dieser Situation gefangen und blendet alles andere aus.

Aufregung bei einem Hund erkennen Sie ganz leicht. Er wedelt hektisch mit dem Schwanz, springt und rennt unkontrolliert herum, die Ohren sind aufgerichtet, seine Augen fixieren das Objekt seiner Aufregung, er schnüffelt angestrengt. Im besten Fall erkennen Sie bereits die Vorzeichen und lassen überhaupt keine Aufregung aufkommen. Allerdings können Hunde die eben noch friedlich vor sich hin gedöst haben, innerhalb von wenigen Sekunden auf absolute Aufregung umschalten. Egal welcher Fall, Sie müssen die Aufmerksamkeit des Hundes gewinnen, seinen Focus auf etwas anderes richten.

Am einfachsten und effektivsten gelingt ihnen das mit einer Berührung. Tippen Sie dem Hund mit der flachen Hand vor die Brust oder an den Hals und stellen sich zwischen den Hund und das Objekt das seine Aufregung ausgelöst hat. Geben Sie ihm ein Kommando das er normalerweise gut beherrscht wie „Sitz“ oder „Platz“. Er muss nun sofort reagieren, ansonsten tippen Sie ihn nochmals an. Sobald der Hund auf ihr Kommando reagiert loben Sie ihn ausgiebig und lenken ihn mit etwas anderem ab. So schnell wie ein Hund in absolute Aufregung verfällt, so schnell ist der Auslöser dafür auch wieder vergessen wenn Sie ihn ablenken.

Die schlechteste Methode um einen Hund zu beruhigen ist lautes Brüllen, Drohen oder gar körperliche Gewalt. All dies verstärkt nur die Aufregung und führt zu nichts. Zudem ist es ein Zeichen ihrer eigenen Schwäche. Wenn Sie möchten dass sich ihr Hund beruhigt, müssen Sie selbst ruhig und gelassen sein. Mit der Zeit wird ihr Hund lernen, dass Sie ein Ruhepol darstellen, der in der Lage ist, Situationen der Aufregung zu beherrschen und wieder für Ruhe und Friede zu sorgen.

Wenn ihr Hund ihr Leben mit unkontrollierbaren Ausbrüchen immer wieder durcheinander bringt, dann müssen Sie lernen ihren Hund zu beruhigen. Sollten Sie immer wieder damit scheitern, kontaktieren Sie einen erfahrenen Hundetrainer der ihnen die Grundbegriffe beibringen kann.

 

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Umgang mit anderen Menschen.

Ihr Hund muss nicht nur den Umgang mit seinen Artgenossen und ihnen lernen, sondern auch den mit fremden Menschen. Generell gilt: eine gewisse Vorsicht bei fremden Menschen ist kein Schaden, Angst sollte der Hund jedoch nicht haben. Auf der anderen Seite darf der Hund fremde Menschen nicht überschwänglich begrüßen. Auch muss er lernen, dass die Anwesenheit anderer Personen keine Konkurrenz oder gar Bedrohung darstellt.

Bei ihrem Welpen müssen Sie bereits am ersten Tag seines Einzuges bei ihnen auf den richtigen Umgang mit anderen Menschen achten. Auch wenn es durchaus verständlich ist, dass ihre Besucher den drolligen Welpen begrüßen und streicheln wollen, so ist es für ihren Hund ein völlig falsches Signal. Bitten Sie ihre Besucher vorab eindringlich, den Welpen zunächst völlig zu ignorieren. Erst wenn er sich völlig beruhigt hat und kein Interesse mehr an den Besuchern zeigt, können diese sich mit ihm beschäftigen. So lernt der junge Hund sehr schnell, dass Aufregung bei Besuchern keine gute Strategie für ihn ist.

Lassen Sie es auch nicht zu, dass fremde Personen ihrem Hund Leckerchen geben. Das Futter kommt ausschließlich von ihnen. So vermeiden Sie gleich im Ansatz, dass ihr Hund zukünftig fremde Menschen anbettelt. Außerdem kann es einem Hund das Leben kosten, wenn er bedenkenlos Futter von Fremden annimmt.

Begegnen Sie bei ihren Spaziergängen anderen Menschen die ihren jungen Hund anlocken wollen um den süßen Vierbeiner zu streicheln, machen Sie ihnen verständlich, dass Sie dies nicht möchten. Ansonsten haben Sie in Zukunft einen Hund an der Leine, der alle Menschen begrüßen möchte.

Je größer der Hund wird, desto einfacher wird die Erziehung wenn es um den Kontakt mit anderen Menschen geht. Denn diese werden schon rein instinktiv Vorsicht walten lassen. Hier sind die Halter von kleinen Hunden im Nachteil. Denn selbst wenn ihr junger Hund ausgewachsen ist, gehen Fremde freudig und ohne Scheu auf die Hunde zu. Hier müssen Sie sofort eingreifen und den betreffenden klar machen, dass Sie ihre Erziehung untergraben.

In den ersten Wochen trainieren Sie den Kontakt zu anderen Menschen am besten mit ihren Freunden und Bekannten. Mit diesen können Sie bestimmte Situationen besprechen und dann gezielt nachstellen. Im Prinzip muss ihr Hund nur verstehen, dass andere Menschen für ihn zunächst uninteressant sind. Er hält sich ruhig im Hintergrund und wartet ab.

Wenn Sie sich also nicht immer über ihren Hund ärgern möchten weil er Fremde freudig anspringt, diese um Futter anbettelt, mit Gebelle versucht die Konkurrenz zu vertreiben oder ein anderes unerwünschtes Verhalten an den Tag legt, zeigen Sie ihm wie es richtig geht.

 

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Bei der Hundeerziehung gilt: alle ziehen an einem Strang

Noch bevor der Welpe bei ihnen einzieht, sollten Sie dringend mit ihrer Familie, Freunden und Bekannten sprechen. Alle Beteiligten müssen ihre Erziehungsziele kennen und akzeptieren. Ansonsten könnten ihre Bemühungen bei der Erziehung ihres Welpen unnötig sein. Zudem tuen Sie auch ihrem Hund keinen Gefallen. Denn nichts ist für einen Hund verwirrender als sich ständig ändernde Regeln. Eben war es noch verboten am Tisch nach Futter zu betteln, und wenige Minuten später wird ihm heimlich unter dem Tisch etwas zugesteckt. Da kann es Oma noch so nett meinen mit dem Welpen, jeder muss sich an die Regeln halten. Hilft ihnen hier Diplomatie nicht schnell weiter, müssen klare Worte gesprochen werden. Keinesfalls dürfen Sie es zulassen, dass ihre Erziehung ständig untergraben wird. Denn der Hund ist ein Rudeltier, und in einem Rudel halten sich alle an die Regeln des Rudelführers. Nehmen Sie ihrem Hund die Strukturen eines Rudels dürfen Sie sich nicht wundern, dass er völlig orientierungslos ist.

Am besten stellen Sie eine kleine Liste der erlaubten und verbotenen Dinge auf und teilen es allen mit. Zudem sollten Sie sich für einheitliche Kommandos entscheiden. Das macht es dem Hund wesentlich leichter diese dauerhaft zu erlernen. 

Viele Menschen die selbst keinen Hund haben, erkennen oftmals nicht die Wichtigkeit einer konsequenten Erziehung. Dies ist besonders oft bei sehr kleinen Hunden der Fall. Schnell gerät der Hundehalter in Verdacht, seinen Hund ständig zu unterdrücken und alles zu verbieten. Hier hilft nur Aufklärung. Machen Sie ihren Mitmenschen klar, dass ein Hund feste Strukturen und Regeln benötigt um ein artgerechtes Leben führen zu können. Und nur darum geht es. Denn nur ein Hund, der auch Hund sein darf, kann ein glückliches Leben führen. Wird er vermenschlicht, ist ihm alles erlaubt, fehlen Strukturen und Regeln an denen er sich orientieren kann, kommt es zwangsläufig zu einer Fehlentwicklung die hauptsächlich dem Hund schadet. Denn so ein Hund muss allzu oft in seine Schranken gewiesen werden. Dabei bleibt ihm ihre Verärgerung über sein Verhalten nicht verborgen, ganz im Gegenteil. Diese Situation ist für einen Hund schlimm, denn er ist bemüht ihnen zu gefallen. Da ihm aber niemals der richtige Weg gewiesen wurde, ist er orientierungslos und weis nicht wie er sich eigentlich verhalten soll.

Es liegt also an ihnen wie sich ihr Hund entwickelt. Damit ihnen niemand ungewollt ihre Erziehung zu Nichte macht, müssen Sie alle Beteiligten rechtzeitig informieren. Lassen Sie sich nicht die Chance entgehen, ihren Hund als besten Freund den man sich wünschen kann kennenzulernen.

 

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Zum Abschluss unserer Artikelserie möchten wir das bisherige nochmals kurz zusammenfassen.

Alles beginnt mit der Entscheidung für einen Hund. Wenn es ihnen an Zeit, Einfühlungsvermögen, Geduld und Kompromissbereitschaft mangelt, dürfen Sie sich keinesfalls einen Hund ins Heim holen. Generell sollten Sie dann auf Haustiere verzichten, kaufen Sie sich lieber etwas Schönes und ersparen Sie einem Lebewesen ein unglückliches Dasein.

Nicht jede Hunderasse ist für jeden Mensch geeignet. Zählte Sport und regelmäßige Bewegung bisher nicht zu ihren Steckenpferden, so wird wohl auch ein Hund daran in Zukunft nichts ändern. Wahrscheinlicher ist es, dass es dem Tier dann an Auslauf fehlt. Regelmäßige Spaziergänge stellen für einen Hund wesentlich mehr dar als bloße körperliche Aktivität. Sehen, Hören und besonders das Riechen sind hierbei für den Hund sehr wichtig, denn er erfährt so vieles von seiner Umgebung. Es ist vergleichbar mit einem angeregten Gespräch das Sie mit ihrem Gegenüber führen, oder dem Lesen eines interessanten Zeitungsberichtes. Der Hund wird beim Spaziergang nicht nur körperlich gefordert, sondern auch geistig. Auch wenn Sie sich bewusst für einen kleinen Hund entscheiden, auch diesen genügen 15 Minuten Auslauf täglich nicht. Holen Sie sich also vorab Informationen über ihre Wunschrasse.

Wenn der Welpe mit ca. 12 Wochen bei ihnen einzieht, nutzen Sie die Chance und präsentieren sich als starker Rudelführer der ihm Schutz, Sicherheit und Geborgenheit geben kann. Und mag der Welpe noch so drollig sein, die ersten kleinen Regeln kann er bereits erlernen. Je früher Sie mit der Erziehung beginnen umso besser. Beachten Sie aber dabei, dass Sie mit kleinen Schritten anfangen die den Welpen nicht überfordern. Üben Sie auch niemals zu lange mit einem Welpen, denn es ist für ihn noch sehr anstrengend sich zu konzentrieren. 2-mal fünf Minuten am Tag sind ein guter Anfang.

Mit dem Einzug des Welpen haben Chaos, Hektik und Durcheinander in ihrem Leben nichts mehr verloren, denn Hunde werten ein solches Verhalten als Schwäche. Und der Schwache kann niemals der Rudelführer sein. Dann drängen Sie in praktisch in die Rolle des Anführers, ob er es will oder nicht. Denn Sie sind ja ganz augenscheinlich nicht in der Lage die Führung zu übernehmen.  

Was ihr Hund braucht ist keine Familie wie wir sie kennen, sondern ein Rudel mit festen Strukturen, Regeln und Hierarchien. Ein Hund der seinen Platz im Rudel kennt, der weis wie er sich verhalten soll, ist ein ausgeglichener und glücklicher Hund. Geben Sie ihm diesen Halt nicht, ist er verwirrt und orientierungslos. Ein Zustand der Hunde keineswegs glücklich macht.

Ihr Welpe lernt schnell, auch Dinge die Sie ihm eigentlich überhaupt beibringen wollten. Veranstalten Sie jedes Mal wenn ihr junger Hund ein dringendes Geschäft zu erledigen hat ein wahres Chaos, wird er das schnell als Normalität ansehen. Er wird dann ebenfalls in bloße Aufregung verfallen wenn Sie mit ihm spazieren gehen wollen, schließlich tun Sie dies in den Augen des Hundes ja auch. Alles was Sie tun, geschieht völlig gelassen und in absoluter Ruhe, denn auch dies überträgt sich auf den Hund. In einem solchen Gemütszustand lernt ihr Hund viel besser, und er lernt die richtigen Dinge.

Hunde entwickeln sehr schnell Verhaltensstrategien. Ist eine Strategie erfolgreich, sprich hat es den Hund an sein Ziel gebracht, wird er das gleiche Verhalten immer wiederholen. Das betrifft natürlich auch ein unerwünschtes Verhalten. Dann liegt es an ihnen, dem Hund eine bessere Strategie beizubringen. Dies bedarf Zeit und Geduld, zahlt sich aber auf lange Sicht aus. Reines verbieten ist nicht immer der richtige Weg, denn es kann dazu führen, dass sich der Hund nun selbständig eine neue Strategie für sein unerwünschtes Verhalten erarbeitet. Für Sie bleibt das Resultat das gleiche, denn es ist gleichgültig ob ihr Hund am Tisch nach Futter bettelt, oder ob er es in Zukunft bei jeder erdenklichen Gelegenheit zu mopsen versucht. Beides möchten Sie nicht.

Egal was der Hund auch tut, es hat immer einen Grund. Er macht nichts aus Boshaftigkeit oder Rachegelüsten, auch liegt es ihm völlig fern Sie absichtlich zu ärgern. Zeigt ihr Hund immer wieder ein unerwünschtes Verhalten, versuchen Sie den Grund dafür zu ermitteln. Denn dann können Sie gezielt dagegen steuern.

Berührungen sind bei der Hundeerziehung erlaubt und in bestimmten Situationen sehr hilfreich. Hierbei genügt das bloße Anfassen des Hundes um ihn Aufmerksam zu machen. Und nur darum geht es. Wer glaubt seinen Hund nur mit Schlägen erziehen zu können, ist Charakterlich als Hundehalter völlig ungeeignet und sollte für seinen Vierbeiner schnell ein gutes Zuhause suchen. Es ist ebenfalls kein Zeichen der Stärke wenn Sie ihren Hund anbrüllen. Sie degradieren sich nur endgültig als Rudelführer, denn diese haben jede Situation völlig ruhig und gelassen im Griff.

Machen Sie sich mit der Körpersprache der Hunde vertraut. So werden Missverständnisse vermieden. Denn nur wenn Sie die Signale des Hundes auch verstehen, können Sie entsprechend reagieren.

Verwehren Sie ihrem Hund nicht den Kontakt zu seinen Artgenossen. Der Mensch kann einem Hund sicherlich viel geben, aber eben nicht alles. Es ist eine wahre Freude Hunde beim Spielen und Toben zu beobachten. Also lassen Sie ihren Hund Freundschaften zu Artgenossen knüpfen.

Die beste Erziehung ist nutzlos, wenn Sie von anderen Personen in ihrem Umfeld immer wieder untergraben wird. Mag es auch noch so gut gemeint sein, nur Sie legen die Regeln fest. Andere müssen sich damit abfinden. Ein Hund kann nicht verstehen, dass gewisse Dinge bei ihnen verboten, bei anderen wiederum erlaubt sind. Bieten sich dem Hund zwei Möglichkeiten, wird er sich für die Variante entscheiden, die ihm den größeren Vorteil bringt.

Wir wünschen Ihnen eine wundervolle Zeit mit ihrem besten Freund!  

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Todesfalle Auto – lassen Sie ihren Hund nicht im Auto zurück

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Das Einschlagen einer Scheibe ist Nothilfe und juristisch zulässig

Nicht nur bei hochsommerlichen Temperaturen wird das Auto für einen Hund schnell zur Todesfalle. Bereits ab 20°C kann sich das Wageninnere so schnell aufheizen, dass für den Hund jede Hilfe zu spät kommt.

Jedes Jahr aufs Neue sterben Hunde qualvoll im Auto ihres Halters, nur weil dieser „schnell etwas erledigen“ wollte. Auch heruntergelassene Fensterscheiben sind keine Garantie dafür, dass ihr Hund nicht an den Folgen einer Überhitzung stirbt.

Der Hund verfügt im Gegensatz zum Mensch nur über wenige Scheißdrüsen. Überwiegend reguliert er seine Körpertemperatur über das Hecheln. So wird das heiße Auto zur Todesfalle, und der Hund stirbt qualvoll mitunter in nur wenigen Minuten an Herzstillstand. Dieser ist die Folge von multiplen Organschäden aufgrund der stetig gestiegenen Körpertemperatur.

Rein rechtlich gesehen stellt das Zurücklassen eines Hundes im verschlossenen Auto bei hohen Temperaturen ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Dieser kann mit einer Geldbuße oder sogar einer Gefängnisstrafe geahndet werden.

Aus menschlicher Sicht gibt es keinerlei Rechtfertigung für ein derart unbedachtes, um nicht zu sagen, dummes Verhalten. Der klare Menschenverstand muss hier in Aktion treten. Sollte dieser bei so einigen Mitmenschen nicht mehr wirklich funktionieren, sollten Tierfreunde beherzt eine Fensterscheibe einschlagen um den Hund zu retten. Aus juristischer Sicht ist diese Form der Nothilfe absolut zulässig.  

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Sommer, Sonne und Hund

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Damit auch ihr Vierbeiner wohlbehalten die Sommertage genießen kann, gibt es einiges zu beachten.

Nach den langen, dunklen und kalten Wintermonaten zieht es uns im Sommer hinaus ins Freie um die sommerlichen Temperaturen in vollen Zügen zu genießen. Wenn Sie dabei ihren Hund mitnehmen möchten, sollten Sie einige Punkte beachten, damit auch für ihren Vierbeiner der Sommer ein Genuss ist.

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur, anders wie der Mensch, fast ausschließlich über das Hecheln. Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen an den Pfoten, die aber nicht ausreichen, um bei sommerlichen Temperaturen für Abkühlung zu sorgen. Als Faustregel gilt, meiden Sie mit ihrem Hund die heißen Mittagsstunden. Spaziergänge sollten Sie am Morgen oder am Abend mit ihrem Hund machen, wenn die Temperaturen noch angenehmer sind. Eine Flasche frisches Wasser sollten Sie aber immer mitnehmen. Ausflüge mit dem Auto sind trotz Hund möglich. Fahren Sie jedoch am Morgen, und verbringen Sie die Mittagsstunden an einem schattigen Platz. Ein Napf und frisches Wasser sind hierbei ihre ständigen Begleiter. Frisches Obst oder Gemüse sind für Ihren Hund bei einem Sommerausflug der ideale, erfrischende Snack. Bevor Sie die Heimfahrt antreten, sollten Sie bei ihrem Auto alle Türen öffnen, um den Innenraum ordentlich durchzulüften. Geöffnete Fenster, oder besser, eine Klimaanlage macht ihrem Hund die Fahrt angenehmer. Vermeiden Sie jedoch direkte Zugluft. 

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Kleines Katzen-ABC

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Kaum ein Tier polarisiert mehr als die Katze. Von den einen geliebt, von den anderen abgelehnt. Wer sein Leben mit einem Stubentiger teilt, weiß wie liebenswert die Samtpfoten sind. 

Arrogante Schnösel!?

Katzen gelten allgemein als Arrogant. Keine Charaktereigenschaft die dazu geeignet ist, sich Freunde zu machen.

Katzen sind jedoch nicht hochnäsig, sondern eben sehr selbstbewusst. Sie lassen sich zu nichts überreden oder gar zwingen. Ungestüme Annäherungsversuche um sie zu streicheln quittieren sie mit einem eleganten Sprung auf die nächst höher gelegene Stelle und einem kühlen Blick aus gelb-goldenen Augen. Dieser Blick soll nicht sagen „Du bist mir nicht gut genug“, sondern „Lass uns langsam machen, wir kennen uns doch überhaupt nicht“, oder, „Jetzt bitte nicht, später gerne“.

Den gleichen Blick vergeben die Samtpfoten wenn der Mensch etwas verbietet. Dann sagt dieser Blick „Ich beuge mich der Übermacht – aber sehr sehr ungerne!“. Katzen sind nun einmal keine Befehlsempfänger, sondern kleine Anarchisten, die gerne selbst über ihr Tun entscheiden. Aber macht sie eben nicht genau das so liebenswert!?

Unerziehbar!?

Viele Menschen sind der Meinung, eine Katze ist nicht erziehbar. Nun, wenn man den direkten Vergleich mit einem Hund heranzieht, mag das durchaus stimmen. Aber jeder der schon einmal eine Katzen-Mama mit ihrem Nachwuchs beobachtet hat weiß, in der Katzen-Kinderstube geht es durchaus autoritär zu.

Die Himmelsgeduld einer Katzen-Mutter ist durchaus beneidenswert. Scheinbar macht es ihr überhaupt nichts aus, dass die kleinen ihr immer und immer wieder bei der Jagd nach ihrem Schwanz die kleinen Krallen in den selbigen hauen. Aber nur scheinbar. Irgendwann ist es auch der geduldigsten Mutter zu viel und sie sucht sich ein anderes Plätzchen. Den kleinen Plagegeistern ist dies freilich egal und sie folgen prompt. Es kann ihnen aber jetzt passieren, dass sie mit einem unfreundlichen Fauchen begrüßt werden. Lässt sich der kleine Stubentiger davon nicht beeindrucken, kann es auch heftiger zur Sache gehen.

So lernt die kleine Katze die Spielregeln im Umgang mit ihren Artgenossen. Und hierbei steht Höflichkeit und Respekt an oberster Stelle. Erwachsene Katzen die zusammen in einem Haushalt leben führen kein Rudel-Leben wie Hunde. Es gibt keine Hierarchie, sondern mehr eine friedliche Nachbarschaft. Natürlich nur so lange, wie sich alle an die Regeln der Höflichkeit halten.

Eine Katze kann auch Regeln vom Mensch erlernen, allerdings ist hier der Ton ausschlaggebend. Mit Befehlen wie vom Kasernenhof erreichen Sie bei ihrer Katze überhaupt nichts. Katzen haben ein feines Gespür dafür wie ernst es dem Mensch ist. Und wenn sich ihre Katze ein absolut ungeeignetes Spielzeug ausgesucht hat und will auch nicht auf gutes Zureden davon ablassen, sollten Sie es wie die Katzen-Mama machen. Pusten Sie der Katze kurz ins Gesicht, dass interpretiert sie als Fauchen. Sie sollten allerdings nur im absoluten Notfall „Fauchen“. Wollen Sie auf diese Weise ihrer Katze alles verbieten, wird sie schnell lernen eine unbeobachtete Minute abzuwarten. Besonders beliebt sind dann die Nachtstunden. Da kann es am Morgen so manch unliebsame Überraschung für den Mensch geben.

Höflichkeit ist Trumpf!

Katzen sind Meister der Diplomatie. Höflichkeit und Respekt im Umgang mit ihren Artgenossen steht an oberster Stelle. Katzen kommen sich deshalb nur selten ins Gehege, weil sie sich an bestimmte Spielregeln halten.

Freilaufende Katzen informieren ihre Artgenossen durch Duftsignale wann und wo sie bevorzugt auf die Pirsch gehen. Für die anderen also reine Ehrensache dieses Revier dann erst wesentlich später zu erkunden.

Auch müssen Katzen nicht immer und überall ihre Überlegenheit zur Schau stellen. Viel öfter übersehen sie einen eindeutig unterlegenen Artgenossen, was diesem einen würdevollen Rückzug ermöglicht.

Diese Regeln der Höflichkeit und ihren umgänglichen Charakter bringen Katzen natürlich auch in die Mensch-Katze-Beziehung mit. Und diese Verbindung ist perfekter als so mancher glauben mag, denn Katzen und Menschen teilen so einiges an Vorlieben und Abneigungen.

Krach, Lärm und Hektik  - das ist nichts für Katzen. Die Luft für lauthals geschriene Kommandos dürfen Sie sich getrost sparen. Viel empfänglicher sind Katzen für sanft vorgetragene Vorschläge Ihrerseits. Dafür scheinen sie ganz besonders gute Antennen zu haben und reagieren oft wie vom Mensch gewünscht.

Überraschende Berührungen durch den Mensch mögen Katzen überhaupt nicht. Sie möchten vorab angesprochen werden und die Hand die sie streicheln möchte beschnüffeln. Ist es der Katze dann gerade genehm, lässt sie sich gerne ausgiebig Kraulen. Möchte sie nicht, wird sie sich respektvoll einen anderen Platz suchen. Sie sollten das unbedingt akzeptieren, denn Katzen brauchen eben hin und wieder Distanz.

No-Go´s!

Viele Menschen versuchen eine Katze durch zurufen anzulocken. Dabei schauen sie die Katze natürlich an. Was bei uns Menschen als höflich gilt, also seinem Gegenüber auch in die Augen zu schauen, ist für Katzen absolut respektlos.

Katzen blinzeln sich bestenfalls an, oder schauen umher. Auf jeden Fall meiden sie den direkten Blickkontakt, denn dieser gilt als Provokation und Drohung. Starren Sie ihre Katze also niemals an, sie mag es nicht.

Für grobe Neckereien, wie am Schwanz ziehen, sind Katzen ebenfalls nicht zu haben.

Bei wichtigen Geschäften wie einem Nickerchen, dem Fressen und der Körperpflege möchten Katzen nicht gestört werden. Ist doch durchaus verständlich, der Mensch möchte es auch nicht.

Gegen ihren Willen festhalten darf man eine Katze nur zu ihrem eigenen Wohl, also beim Tierarzt oder um sie aus einer Gefahrenzone zu befördern. Doch Vorsicht dabei! Die Krallen einer Katze sind extrem scharf! Kommt eine Katze zu ihnen und streicht um ihre Beine, springt auf ihren Schoss, können Sie die Katze natürlich ohne jede Gefahr auf den Arm nehmen, denn sie will es ja!    

Katzen wollen Kratzen!

Menschen die sich nicht eben als Katzenfreunde bezeichnen behaupten oftmals, eine Katze würde auf lange Sicht die gesamte Wohnung demolieren. Zerkratzte Sofas und Wände währen völlig normal.

Nun, dass stimmt nicht. Auch wenn das Kratzen, dass Krallenschärfen, für Katzen sehr wichtig ist, und ein Zeichen das sie sich ganz zuhause fühlen, so muss nicht das Sofa als Kratzbaum herhalten.

Voraussetzung ist natürlich das Sie eine geeignete Stelle zum Kratzen anbieten, am besten mehrere. Ertappen Sie ihren Stubentiger auf frischer Tat wie er einen anderen Gegenstand als Kratzstelle missbraucht, sagen Sie deutlich „Nein“ und tragen ihn umgehend an die erlaubte Kratzstelle. Um der Samtpfote zu verdeutlichen das sie hier ungestört Kratzen darf, können Sie ihre Pfote vorsichtig an den Kratzbaum führen.

Verwöhnte Feinschmecker!?

Katzen bekommen oftmals unterstellt, sie wüssten das gute Futter des Menschen nicht zu schätzen. Zu allem Überfluss würden sie es auch in der gesamten Wohnung verteilen. Letzteres kann durchaus vorkommen, denn im Gegensatz zu uns Menschen, dürfen Katzen mit dem Futter spielen. Denn nur wer es spielerisch lernt, wird als große Katze ein erfolgreicher Jäger sein. Es steckt also durchaus in den Genen unserer Katzen, hin und wieder mit dem Futter zu spielen. Nicht ärgern, es ist nicht böse gemeint.

Warum so viele Katzen mit ihrem Futter so wählerisch sind, ist hingegen nicht eindeutig geklärt. Auffällig scheint jedoch, dass Katzen die von klein auf mit industriell gefertigtem Alleinfutter, ob nun trocken oder nass, gefüttert wurden, besonders auf dieses eine Futter fixiert sind. Dies mag an den enthaltenen Lockstoffen liegen, die der Katze eine besonders schmackhafte Mahlzeit versprechen. Fehlen diese plötzlich, weil ein anderes Futter angeboten wird, verschmäht es die Katze und hungert lieber einen Tag.

Kommunikation

Katzen kommunizieren viel mit dem Mensch, oder besser gesagt, sie versuchen es. Denn nicht jeder Mensch erkennt die Kommunikationsversuche seiner Katze. Eine Katze hat verschiedene Kommunikationskanäle.

Zum einen sind es Laute wie Schnurren oder Miauen. Allgemein gilt das Schnurren einer Katze als Zeichen des Wohlfühlens. Eine Katze schnurrt aber auch um sich selbst zu beruhigen. Achten Sie also darauf ob ihre Katze beim Schnurren absolut entspannt ist. Wirkt sie angespannt und wie auf dem Sprung, so empfindet sie die Situation als unangenehm und setzt das Schnurren ein, um sich selbst zu beruhigen.

Das Miauen kennt viele verschiedene Laute. Achten Sie darauf, wie ihre Katze das Miauen einsetzt. Es kann ein Rufen sein, Zeichen des Protestes aber auch die Vorfreude auf ein leckeres Frühstück.

Die Körpersprache ist bei Katzen ebenfalls sehr ausgeprägt. Geht ihre Katze mit erhobenem Schwanz vor ihnen her, so heißt das „Bitte folgen – ich zeig dir was“. Das umstreichen der Beine kennt jeder Katzenhalter. Hier möchte die Katze ihre Aufmerksamkeit.

Jede Katze hat ihren bevorzugten Kommunikationskanal. Es liegt an ihnen zu erkennen, was ihre Katze ihnen vermitteln möchte.

Das ideale Haustier!

Für Menschen mit wenig Zeit und vielen Hobbys die sie außer Haus führen, ist eine Katze nicht das ideale Haustier. Denn auch Katzen brauchen Aufmerksamkeit, Unterhaltung und Führsorge.

Wenn Sie berufstätig sind, sollten Sie der Katze die Möglichkeit bieten, am Tag im freien zu streunen. Denn eine einzelne Katze möchte nicht den ganzen Tag eingesperrt und somit ohne jede Betätigung und Anregung sein. Früher oder später wird sich die aufgestaute Energie entladen – eine wahre Zerstörungsorgie kann die Folge sein. Auch sollten Sie nicht unbedingt damit rechnen, dass ihre Katze zu den ihnen genehmen Zeiten ihre Aufmerksamkeit möchte. Wenn Sie den ganzen Tag keine Zeit für sie hatten, dann kann es durchaus passieren, dass die Katze am Abend wichtigeres zu tun hat.

Idealer Weise lebt Ihre Katze in einem Haushalt mit den ganz normalen Tagesabläufen. Kaum sind alle aus dem Haus, kommen die ersten Kinder wieder aus der Schule zurück. Am Nachmittag ist auch immer etwas los – Besuch kommt, es wird geputzt und gekocht. Am Abend versammelt sich die ganze Menschenfamilie wieder im Haus. So kann sich die Katze am Familienleben beteiligen, kann sich aber auch ein ruhiges Plätzchen suchen. Ganz wie es ihr beliebt.   

Liebenswerte Zeitgenossen!

Wie unsere kleine Serie gezeigt hat, bestehen viele falsche Vorurteile die unsere Katzen in ein völlig falsches Licht rücken. Wer nicht den Fehler macht, und eine Katze wie einen Hund behandelt, oder das gleiche wie von einem Hund erwartet, wird sich unsterblich in die lautlosen Jäger auf Samtpfoten verlieben.

Der ausgeglichene Charakter einer Katze kann regelrecht therapeutisch auf den Mensch wirken. Nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag hilft so manche Katze ihrem Mensch beim Abschalten und Entspannen, wenn sie sich schnurrend auf seinem Schoss räkelt und sich kraulen lässt. Katzenhalter kennen auch das gute Gefühl nachts zu erwachen, und eine leise schnurrende Katze schlafend neben sich zu finden.

Besser wie jeder Hollywood Film ist es, seiner Katze beim Spielen zuzusehen. Wie sie völlig regungslos unter dem Tisch lauert, um dann wie der Blitz einen am Boden liegenden Ball anzufallen. Gerne werden in dieses Spiel auch Artgenossen eingebunden, die dann mit einem hohen Bocksprung geschickt ausweichen. Katzenhalter mit wenig Erfahrung bleibt hin und wieder das Herz stehen, wenn die Stubentiger halsbrecherisch herumklettern. Aber keine Sorge, Katzen sind regelrechte Akrobaten. 

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Kleiner Katzensprachkurs

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Unsere Katzen kommunizieren täglich mit uns. Kennen Sie die Katzensprache?

In einer kleinen Serie möchte Ihnen petartstore.de die Katzensprache etwas näher bringen.

Die Begrüßung

Katzen legen großen Wert auf eine ordentliche Begrüßung. Zum einen zum Kennenlernen neuer Artgenossen oder Menschen. Zum anderen zum Wiedererkennen und zum Aufbau und zur Stärkung sozialer Bindungen.

Die Begrüßung beginnt mit der Nasenkontrolle. Hierbei beschnuppern die Katzen gegenseitig ihre Nasen. Dieses Ritual nennt man Erkennungskuss. Ist dieser erste Kontakt für beide Seiten angenehm verlaufen, halten sich die Katzen den Nacken zum beschnuppern hin. Schließlich auch mit hochgerecktem Schwanz das Hinterteil zur sogenannten Analkontrolle.

Um ihre Katze zu begrüßen müssen Sie natürlich nicht das gesamte Ritual nachahmen. Möchte ihre Katze ihre Nase beschnuppern, so sollten Sie sich dies durchaus gefallen lassen und sich etwas darauf einbilden. Denn Sie werden als volles Familienmitglied anerkannt. Das beschnuppern des Nackens und die Analkontrolle dürfen Sie gerne etwas abwandeln, in dem Sie der Katze ihre Hand zum beschnuppern hinhalten und Sie anschließend vorsichtig über den Rücken streicheln.

Blinzeln – aber richtig!

Dr. Pfleiderer fand durch viele Verhaltensstudien heraus, das „Blinzeln ist das Lächeln der Feliden“. Ganz egal ob nun Tiger, Leopard, Puma, Löwe oder unsere Hauskatzen. Alle nutzen das Blinzeln um ihrem Gegenüber ihre friedliche Gesinnung zu signalisieren, Spannungen zu entschärfen und Bindungen zu verstärken. Wenn Sie ihre Katze zukünftig anblinzelt, dann blinzeln Sie zurück.

Achten Sie nur darauf, dass Sie dabei nicht nur die Oberlider nach unten klappen, sondern auch die Unterlider nach oben ziehen, und das ganze schön langsam und gemütlich. Denn zu schnelles Blinzeln versteht ihre Katze eher als „verlegenes Lächeln“.

Der Katzenschwanz

Der Katzenschwanz sagt mehr als tausend Worte. Er ist ein echter Stimmungsbarometer und verrät ihnen viel über den Gemütszustand ihrer Katze.

Eine ausgeglichene Katze in normaler Stimmung lässt den Schwanz einfach nach unten hängen, die Schwanzspitze kann hierbei ein wenig nach oben zeigen. Geht ihre Katze mit langgestrecktem Körper und waagerechtem Schwanz an ihnen vorbei, sollten Sie sie nicht stören, denn sie ist in wichtigen Geschäften unterwegs. Zeigt ihre Katze mit hochgerecktem Schwanz Flagge, ist sie guter Laune, freut sich, ist voller Unternehmungslust oder signalisiert ihre Zuneigung. Geht ihre Katze mit hochgerecktem Schwanz vor ihnen her, so ist dies eine Einladung ihr zu folgen. Dies können Sie auch bei einer Katzenmutter beobachten die möchte, dass ihre Jungen ihr folgen. Peitscht der Schwanz blitzartig nach oben, so hat dies allerdings nichts mit guter Laune zu tun, sondern ist ein Zeichen von Wut. Jetzt sollten Sie lieber etwas Abstand halten.

 

Köpfchen

Katzen haben Köpfchen, das ist hinlänglich bekannt. Der Kopf der Katze ist aber auch ein Ausdrucksmittel für die Kommunikation mit Artgenossen und dem Mensch.

Eine gut gelaunte und selbstbewusste Katze trägt den Kopf hoch. Ist er hingegen gesenkt, signalisiert die Katze ihre Unterlegenheit. Wenn sie dabei das Kinn anzieht, oder wendet den Kopf weit zur Seite kann dies Desinteresse bedeuten. Oder sie ist darauf bedacht niemanden zu provozieren, und möchte auch nicht provoziert werden. Sind Artgenossen oder der Mensch zu aufdringlich, werden der Kopf und die Nase weit nach oben gezogen. Der vorgereckte Kopf bedeutet Annäherungsbereitschaft und kann der Auftakt für das Begrüßungsritual sein.

Miau ist nicht gleich Miau

Katzen unter sich verwenden überwiegend die Körpersprache um miteinander zu kommunizieren. Nur bei Raufereien, Drohungen, oder wenn eine rollige Katze von einem Verehrer angerufen wird, setzen sie auch Laute ein.

Dass viele Menschen, was ihre Körpersprache betrifft, echte Analphabeten sind lernt eine Katze sehr schnell. Aus diesem Grund versucht sie mit dem Mensch überwiegend mit Lauten zu kommunizieren. An dieser Stelle darf der Mensch durchaus verteidigt werden, schließlich ist unsere Lautsprache unser Kommunikationskanal Nummer 1. Es ist also verständlich, dass der Mensch eher auf die Laute einer Katze reagiert als auf ihre sehr komplexe Körpersprache. Ein „Miau“ an den Mensch gerichtet bedeutet immer, dass die Katze etwas von uns möchte. Dieses „Miau“ kann natürlich viel bedeuten, aber die schlauen Samtpfoten wissen sich natürlich zu helfen. Sobald der Mensch auf das „Miau“ reagiert, zeigen sie ihm oft was sie von ihm möchten, indem sie zielgerichtet an ihren Futterplatz laufen, ihn zum Spielen auffordern oder sich ihre Streicheleinheiten abholen.

Wie Hund und Katz

Im Allgemeinen gelten Hunde und Katzen als Erzfeinde. So pauschal stimmt dies nicht. Es gibt viele Gründe warum Katzen und Hunde bei unverhofften Begegnungen zunächst ablehnend reagieren. Ein Grund ist die unterschiedliche Sprache von Katzen und Hunden.

Das Begrüßungsritual von Hunden wirkt zunächst dem der Katzen sehr ähnlich. Nach einer respektvollen Annäherung beschnüffeln Hunde die Nase ihres Gegenübers. Anschließend wird der Geruch von Nacken und Körper aufgenommen. Abschließend erfolgt, ebenso wie bei Katzen, die Analkontrolle. Wo liegt also das Problem?

Hunde nutzen wie Katzen auch ihren Schwanz als Kommunikationsmittel. Bei großer Freude und Aufregung wedelt der Hund heftig mit dem Schwanz. Katzen können dies sehr leicht missverstehen, denn bei Katzen ist ein hin und her peitschender Schwanz ein eindeutiges Warnsignal an den Gegenüber. Die Katze ist also recht verwirrt, denn zum einen sucht der Hund eindeutig Kontakt, zum anderen sendet er mit seinem Schwanz Warnsignale. Die Katze wird wahrscheinlich sehr ablehnend auf den Hund reagieren, und ihm ebenfalls Warnsignale senden, wie eine erhobene Pfote oder ein Fauchen. Ein schlechter Anfang für eine gute Freundschaft.

Sollen Hunde und Katzen zusammen in einem Haushalt leben, kann der Mensch zunächst als Dolmetscher tätig werden. Bringen Sie die beiden Vierbeiner behutsam zusammen, und wirken auf beide beruhigend ein. Beschnüffeln sich der Stubentiger und die Fellnase, können Sie den Schwanz des Hundes vorsichtig an seinen Körper pressen. So unterbleibt für die Katze das so missverständliche Schwanzwedeln. In der Regel werden Hunde und Katzen nicht in der ersten Minute Freundschaft schließen. Aber ein friedliches Miteinander ist für den Anfang schon ein guter Schritt in die richtige Richtung. Lassen Sie den Vierbeinern die notwendige Zeit sich kennenzulernen. Innige Freundschaften zwischen Katzen und Hunden sind nicht ausgeschlossen, und durchaus nicht so selten wie allgemein angenommen.

Wie unser kleiner Katzensprachkurs gezeigt hat, sind unsere Katzen sehr bemüht darum, mit uns zu kommunizieren. Beim Erlernen einer neuen Sprache können wir uns eine gute Scheibe bei den Stubentigern abschneiden, denn sie lernen sehr schnell die Körpersprache des Menschen zu verstehen und reagieren auf die kleinsten Anzeichen. Selbst Teile unserer Lautsprache lernen Katzen mit der Zeit. Nur weil ihre Katze nicht zu ihnen kommt wenn Sie sie rufen, oder wenn die Katze nicht vom Teppich ablässt wenn Sie laut „Nein“ rufen, heißt das nicht, dass sie nicht verstanden hat. Mit großer Sicherheit hat die Katze verstanden was Sie von ihr wollen, aber die Katze möchte in diesem Augenblick eben nicht. Das bedeutet aber auch nicht, dass eine Katze erziehungsresistent ist.

Wenn Sie möchten dass ihre Katze etwas Bestimmtes tut, oder eben nicht tut, dann bleiben Sie immer ganz ruhig. Katzen hassen Hektik und verweigern sich dann schon aus Prinzip. Sprechen Sie mit gedämpfter, ruhiger Stimme. Menschen mit sehr tiefen Stimmen scheinen oftmals klar im Vorteil. Ihren Namen lernt eine Katze recht schnell wenn Sie ihr ein paar Leckerchen aus der Hand füttern und dabei immer wieder ihren Namen wiederholen.

Verbote sind so eine Sache. Ganz sicher lässt sich eine Katze durch lautes Geschrei und schnelle Bewegungen verscheuchen. Ob sie auf diese Weise etwas lernt ist hingegen zweifelhaft. Die Liste der Verbote sollte kurz sein, dann lässt sich diese relativ einfach durchsetzen. Ist die Katze dabei das Sofa als Kratzbaum zu missbrauchen, gehen Sie langsam auf den kleinen Rabauken zu und versuchen zunächst ein „Nein“. In der Regel werden Sie damit keinen Erfolg erzielen. Lässt sich die Katze in ihrem Tun nicht stören, sagen Sie nochmals „Nein“ und pusten der Katze ins Gesicht. Diese Botschaft versteht sie ganz gewiss, denn Sie haben die Katze soeben angefaucht. Sie sollten allerdings nicht allzu oft Fauchen, es ist mehr als letztes Mittel gedacht. Aus diesem Grund sollten sich die Verbote tatsächlich auf Dinge beschränken, die Sie wirklich nicht dulden möchten, wie das Zerkratzen von Möbelstücken.

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Ihr Welpe im Garten

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Vorsicht bei Zierpflanzen

Im Frühling werden wieder tausende Hobbygärtner für ihre Bemühungen belohnt. Alles grünt und blüht in voller Pracht. Viele Gartenbegeisterte kennen noch den handelsüblichen Namen der jeweiligen Pflanzen, welchen Standort diese bevorzugen, und wie sie gepflegt werden müssen. Ob die Pflanzen giftig sind, weiß kaum ein Hobbygärtner, was in der Regel auch kein Problem darstellt, denn schließlich wollen sie die Pflanzen nicht ernten und essen.

Wenn Sie einen Welpen in ihr Zuhause aufnehmen, sollten Sie beim Spielen im Garten jedoch etwas Vorsicht walten lassen. Ein Welpe ist neugierig und will seine neue Welt erkunden. Und in den ersten Lebensmonaten ist selbst ein im Wind wippender Grashalm eine extrem interessante Sache für den jungen Hund. Ein Welpe begutachtet neue Dinge zunächst mit der Nase. Alles wird ausgiebig beschnüffelt. Schreckt der Geruch nicht direkt ab, geht die Erkundung mit den Zähnen weiter. Im Interesse ihres Hundes sollten Sie hier bei Pflanzen sofort eingreifen. Selbst wenn Sie als Hobbygärtner ihre Pflanzen genau kennen und wissen das sie ungiftig sind, so werden sich in freier Natur immer wieder Pflanzen finden, die Sie nicht kennen. Ist es für den Welpen normal, dass er Pflanzen anknabbern und fressen darf, so wird er dies immer wieder tun.

Versucht ihr Welpe eine Pflanze mit den Zähnen zu erkunden gehen Sie mit der Hand vor die Pflanze und drängen den Welpen behutsam zurück. Dabei sagen Sie laut und deutlich „Nein“. Im gleichen Atemzug belohnen Sie ihn mit einem Leckerchen. Natürlich wird es einige Zeit dauern bis ihr Welpe verstanden hat, dass dieses Verbot für alle Pflanzen gilt. Aber wie immer in der Hundeerziehung zahlt sich Geduld und Beharrlichkeit immer aus. 

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Ihr Hund im Auto – was Sie beachten müssen

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Damit ihr Hund auch bei sommerlichen Temperaturen sicher im Auto mitreisen kann, gilt es einiges zu beachten.

Die ersten Tage verwöhnen uns bereits mit frühlingshaften Temperaturen. Das man einen Hund ab einer Außentemperatur von 20 °C nicht mehr im geparkten Auto zurück lassen darf, weiß jeder verantwortungsbewusste Hundehalter. Aber auch bei der Fahrt gilt es einiges zu beachten.

Der größte Teil der Hunde reist im Kofferraum eines Kombis oder vergleichbaren Autos mit. Je nach Größe des Hundes wird hierfür eine spezielle Transportbox im Kofferraum des Wagens untergebracht. Diese Box muss gut verankert sein und darf nicht verrutschen – auch bei Ausweichmanövern oder Vollbremsungen. Viele weiche Decken und Kissen bieten dem Hund nicht nur ein bequemes Lager während der Fahrt, sie dienen auch als Puffer wenn Sie einmal hart Bremsen müssen. Wenn Sie den verbliebenen Laderaum des Kofferraums nutzen, beachten Sie bitte, dass die Seitenwände der Transportbox nicht komplett von dem Transportgut verdeckt werden. Die Luft muss noch ausreichend zirkulieren können. Im Kofferraum ist die Frischluftzufuhr ohnehin mehr als schlecht. Denn dort befinden sich in der Regel keine Luftauslässe der Belüftungsanlage des Wagens. Dies bedeutet, selbst wenn es im Font des Autos durchaus angenehm temperiert ist, kann sich im Kofferraum bereits die Wärme stauen. Auf beiden Seiten der Rückbank leicht geöffnete Fenster können hier bereits für etwas Abhilfe sorgen.

Moderne Autos sind für eine bessere Rundumsicht des Fahrers mit großen Glasflächen ausgestattet. Was ihnen die Fahrt erleichtert, ist für ihren Hund weniger positiv. Durch die Glasflächen dringt ungehindert die Sonne ins Innere des Fahrzeugs. Deshalb ist es ein Muss, das die Glasflächen der Heckscheibe sowie der hinteren Seitenfenster mit einer Sonnenschutzfolie versehen werden. Dies bietet ihrem Hund Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.

Reist ihr Hund auf der Rückbank mit, den Vorschriften entsprechend gesichert, sollte direkter Zug von geöffneten Fenstern vermieden werden. Eine Bindehautentzündung ist dann oftmals die Folge. Wenn Sie die Klimaanlage ihres Wagens einschalten, so dürfen die Luftauslässe nicht direkt auf ihren Hund gerichtet sein. Erkrankungen der Atemwege sind dann nicht auszuschließen.

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